Übernahme TLGG soll bei Rapp-Netzwerk andocken

Donnerstag, 29. Januar 2015
Die Chefs von TLGG sollen künftig die Fahne von Rapp Worldwide in Deutschland hochhalten
Die Chefs von TLGG sollen künftig die Fahne von Rapp Worldwide in Deutschland hochhalten
Foto: Agentur
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Die Werbeholding Omnicom hat bei der geplanten Übernahme der Digitalagentur Torben, Lucie und die gelbe Gefahr (TLGG) den nächsten Schritt gemacht. Das Bundeskartellamt hat das Vorhaben genehmigt und seine Freigabe erteilt. Inzwischen zeichnet sich auch ab, was Omnicom mit der Neuerwerbung vorhat.
Nach Informationen von HORIZONT soll TLGG beim internationalen Rapp-Netzwerk andocken – allerdings nicht als Teil der bestehenden deutschen Rapp-Agentur. Diese gehört, anders als fast alle anderen weltweiten Niederlassungen des Netzwerks, nicht zum Omnicom-Verbund DAS, sondern wie DDB und Heye zu der Holding Doyle Dane Bernbach Group (DDBG). Das geplante Modell sieht offenbar so aus: Während die vorhandene Rapp Germany einen neuen Namen bekommt und weiter Teil der bisherigen Muttergesellschaft bleibt, soll TLGG der künftige Statthalter von Rapp Worldwide in Deutschland werden.
Christoph Bornschein
Bild: TLGG

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Eine Bestätigung dafür ist bislang nicht zu bekommen. Ein Sprecher von TLGG teilt mit, dass man zum aktuellen Zeitpunkt kein Statement abgeben könne. Rapp-Germany-Chef Phillip Schilling erklärt, dass seine Agentur nicht in die Akquisition eingebunden sei. Zu einer möglichen Umfirmierung der eigenen Firma will er sich nicht äußern. Eine Zusammenführung der beiden Agenturen ist nicht zuletzt wegen eines Konkurrenzkonflikts kaum möglich: TLGG arbeitet für Lufthansa, Rapp Germany für den Wettbewerber Air Berlin.

TLGG wurde 2008 zunächst als Spezialagentur für Social Media gegründet. Heute positioniert sich die Agentur als Beratungsunternehmen für digitale Transformation. Mit rund 100 Mitarbeitern erzielt die Berliner Firma einen Umsatz von etwa 10 Millionen Euro. Neben Lufthansa gehören Ferrero, Bonprix, Eon und Astra zu den Kunden. Die Geschäfte führen die drei Gründer Christoph Bornschein, Fränzi Kühne und Boontham Temaismithi. mam
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