Übernahme Crispin Porter + Bogusky kauft Agentur von Ex-Publicis-Chef Richard Pinder

Freitag, 06. Juni 2014
Richard Pinder dockt bei Crispin Porter + Bogusky an (Foto: Publicis)
Richard Pinder dockt bei Crispin Porter + Bogusky an (Foto: Publicis)


Die US-Agentur Crispin Porter + Bogusky will ihre Niederlassung in London stärken. Dazu hat die Tochter der Holding MDC Partners die Firma des ehemaligen Publicis-Chefs Richard Pinder The House Worldwide gekauft. Gleizeitig übernimmt Pinder als CEO UK and International die Verantwortung für den Ausbau des weltweiten Geschäfts und soll eng mit dem Managementteam um Gruppenchef Andrew Keller zusammenarbeiten.
Bislang verfügt Crispin Porter + Bogusky neben drei Standorten in den USA über Büros in London, Göteborg, Kopenhagen und Sao Paolo. Während die Agentur in Nordamerika nach wie vor als eine der heißesten Adressen gilt, ist sie im Ausland nicht im selben Maß präsent. Das räumt Co-Gründer und Chairman Chuck Porter gegenüber "Campaign" ein: "Außerhalb der USA haben wir unser kreatives Talent noch nicht voll entfaltet. Wir haben dort großartige Kreative, aber bislang noch nicht die exzellente Maschine wie in den Vereinigten Staaten." Von Pinder erhoffen sich die Verantwortlichen nun zusätzliche Impulse.

Seine Agentur The House Worldwide ist seit 2013 im Markt. Sie betreut Kunden wie Levi's, Lenovo und Argos. Die Firma hat keinen großen Mitarbeiterstamm, sondern setzt dem Open-Souce-Gedanken folgend auf die Kooperation mit freien Kreativen. Je nach Bedarf und Kunde finden sich Experten aus den jeweiligen Bereichen und Märkten zusammen. Im Zuge der Übernahme soll das Kernteam von The House Worldwide - etwa 15 Leute - mit dem Londoner Büro von Crispin Porter + Bogusky verschmelzen. Zu den dort betreuten Kunden zählen Turkish Airlines, Xbox und Milka.

Offenbar ist geplant, mit Pinder auch die internationale Präsenz auszubauen. Zwar sagt Chairman Porter, dass er sich für die nächsten zwölf Monate keine weiteren Büroeröfnungen vorstellen kann. "Ich wäre aber überrascht, wenn wir gar nichts machen würden", so Porter gegenüber "Campaign". Dabei liegt der Fokus wohl auf dem asiatischen Markt. mam         
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