Öffentliche Etats Agenturtrio trommelt für Rentenpaket

Donnerstag, 06. Februar 2014
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, SPD (Foto: BMAS)
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, SPD (Foto: BMAS)

Noch vor Verabschiedung des erforderlichen Gesetzes in Bundestag und Bundesrat trommelt die Bundesregierung für das von der Großen Koalition geplante Rentenpaket. Mit einer Kampagne wirbt das von Andrea Nahles (SPD) geführte Arbeitsministerium für die Maßnahmen wie Rente mit 63 und Mütterrente. Der Auftritt umfasst Außenwerbung, Anzeigen, PR und Online-Aktionen mit eigener Website als Kernstück der Kommunikation. Zuständige Agenturen sind Zum goldenen Hirschen (Werbung), Pixelpark (Internet) und Neues Handeln (PR). Mit ihnen bestehen Rahmenverträge. Die Kosten für die bis Mitte März angelegte Kampagne belaufen sich laut einem Sprecher des Ministeriums auf 1,15 Millionen Euro. Davon gehen rund 157.000 Euro an die Agenturen, der große Rest fließt in die Schaltung (ca. 650.000 Euro für Print- und Außenwerbung, ca. 327.000 Euro für Online). Die Ausgaben werden aus dem regulären Etat für Öffentlichkeitsarbeit des Ministeriums bezahlt.

Bei der Opposition kommt die Kampagne nicht gut an. Kritisiert wird dabei unter anderem der Zeitpunkt. Süddeutsche.de zitiert Vertreter von Grünen und Linkspartei, die von "mit Steuergeld finanziertem Europawahlkampf der SPD" sprechen. Das Rentenpaket soll zum 1. Juli dieses Jahres in Kraft treten. mam     
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