#LivingLand Hirschen machen sich mit "Geiz ist geil"-Mechanik für Naturschutz stark

Freitag, 07. April 2017
Zum goldenen Hirschen greift die Angebots-Mechanik von Handelsmarketing-Motiven auf und will die Menschen so für eine bessere Landwirtschaft auf EU-Ebene sensibilisieren
Zum goldenen Hirschen greift die Angebots-Mechanik von Handelsmarketing-Motiven auf und will die Menschen so für eine bessere Landwirtschaft auf EU-Ebene sensibilisieren
© Zum goldenen Hirschen

Nicht erst seit "Geiz ist geil" sind Handelsmarken berüchtigt für ihre Werbekampagnen, die vermeintlich unschlagbare Angebote und billige Preise in den Mittelpunkt rücken. Für den Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat Zum goldenen Hirschen Berlin jetzt eine Online-Kampagne entwickelt, die diese Mechanik aufgreift - dabei aber Themen wie Natur- und Artenschutz sowie gesunde Ernährung in den Fokus rückt.
"32 Mal Pestizide inklusive", "Bis zu 80 Prozent reduziert" und "Osterhase: Limitierte Auflage" - mit diesen Headlines wollen Zum goldenen Hirschen und der NABU die Menschen in Deutschland für eine bessere Landwirtschaft auf EU-Ebene mobilisieren. Der Zeitpunkt dazu ist bewusst gewählt: Vom 2. Februar bis 2. Mai läuft die
Bürgerbefragung des EU-Agrarkommissars Phil Hogan zur EU-Agrarpolitik. Im Rahmen der europaweiten Aktion #LivingLand ruft der NABU deshalb gemeinsam mit vielen anderen europäischen Umweltverbänden dazu auf, sich aktiv für eine nachhaltige und faire Agrarpolitik einzusetzen. Mit dem für eine NGO ungewöhnlichen Auftritt wollen Kunde und Agentur in der Visualität bewusst deutlich vom allgemeinen Markenbild des NABU abweichen, dessen Kern aber dennoch transportieren- und richten sich damit vor allem an die junge Zielgruppe "In der Facebook-Timeline eines Umweltschutz-affinen Menschen sieht es relativ einheitlich aus: Naturmotive, schützenswerte Arten, Appelle", sagt Franziska Stolze, Senior-Strategin bei Zum goldenen Hirschen. "Wir mussten anders daherkommen, um laut genug zu sein. Also haben wir eine klassische Schweinebauch-Kampagne gemacht."
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    (Bild: NABU)
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"Die industrielle Landwirtschaft geht uns alle an. Sie ist die größte Bedrohung für die Natur und unsere eigenen Lebensgrundlagen. Wir haben jetzt die einmalige Chance, die EU-Agrarpolitik zu verändern. Mit sehr vielen Stimmen europaweit möchten wir einen Wandel für eine faire, gesunde und nachhaltige Landwirtschaft erreichen", sagt Angelika Richter, Fachbereichsleiterin Kommunikation und stellvertretende Bundesgeschäftsführerin des NABU. "Zum goldenen Hirschen hat es geschafft, diese komplexe Thematik verständlich und mit einfachen, plakativen Aussagen für die Öffentlichkeit aufzubereiten."

Alexander Lang, Geschäftsleiter von Zum goldenen Hirschen Berlin ergänzt: "Wir Hirschen sind ja Überzeugungstäter, wenn es um Umwelt- und Naturschutz geht. Deshalb unterstützen wir den NABU sehr gerne." Die besondere Herausforderung sei es gewesen, eine mobilisierungsstarke Kampagne zu entwickeln, die sowohl fachlich präzise ist und gleichzeitig irritiert und auffällt. "Unser Ziel war, Online laute Motive zu bringen, um in kürzester Zeit die gewünschten Teilnehmer für die Aktion zu gewinnen", so Lang weiter.

Bei Zum goldenen Hirschen in Berlin zeichnen Maurice Moukom (Beratung), Franziska Stolze (Strategie), Marcel Fleiner, Anna Nowok (Creative Directors), Alisa Fröhlich (Art) sowie Ariane Feist (Text/Konzept) verantwortlich. tt
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