Zenith-Studie Brexit könnte den UK-Werbemarkt 1 Milliarde Pfund kosten

Donnerstag, 09. Juni 2016
Zenith hat die Auswirkungen des möglichen Brexit auf den Werbemarkt in Großbritannien untersucht
Zenith hat die Auswirkungen des möglichen Brexit auf den Werbemarkt in Großbritannien untersucht
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Brexit Zenith Optimedia Werbebranche Jonathan Barnard


Der geplante EU-Austritt könnte Großbritannien jährlich 70 Millionen Pfund an Wachstum in der Werbebranche kosten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse von Zenith. Demnach würde Großbritannien bis 2030 gar eine Milliarde Pfund an möglichem Werbewachstum verlieren.
Wie der Marktforscher in seiner Untersuchung, die auf einer Prognose des britischen Finanzministeriums zu den Brexit-Auswirkungen auf die Wirtschaft basiert, herausstellt, besteht ein "klarer Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und dem Befinden der Werbewirtschaft". Wenn das Bruttoinlandsprodukt also sinkt, würde das das Wachstum des britischen Werbemarkts langfristig dämpfen. In einer begleitenden Umfrage arbeitete Zenith zudem heraus, dass britische Werbungtreibende auch im Falle eines positiven Austrittsvotums keine unmittelbare Anpassung ihrer Werbeetats planen. "Der Brexit würde zwar nur einen sehr geringen unmittelbaren Effekt haben, die langfristigen Kosten für die britische Werbeindustrie würden sich aber mit einem jährlichen Minderwachstum von 70 Millionen Pfund niederschlagen", sagt Jonathan Barnard, Head of Forecasting bei Zenith. "Die Betreuung grenzüberschreitender Kundenetats in Europa dürfte dadurch wohl ebenfalls kostspieliger und mühsamer werden." tt
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