ZAW-Stellenstatistik Nachfrage für Werber auf dem Arbeitsmarkt steigt

Donnerstag, 18. Februar 2016
18 Prozent mehr Stellenangebote haben die Arbeitgeber der Werbebranche im vergangenen Jahr ausgeschrieben
18 Prozent mehr Stellenangebote haben die Arbeitgeber der Werbebranche im vergangenen Jahr ausgeschrieben
Foto: Colourbox

Rosige Zeiten für Account Manager, Texter und Konzeptioner und für alle Werbefachleute mit Digital-Kompetenz sowieso: 18 Prozent mehr Stellenangebote haben die Arbeitgeber der Werbebranche im vergangenen Jahr ausgeschrieben, allen voran die Agenturen, auf deren Konto 83,3 Prozent der Jobofferten gehen.

Damit setzt sich die starke Nachfrage am Arbeitsmarkt der Kommunikationsbranche fort: Schon 2014 wurden rund ein Viertel mehr Fachkräfte von den Arbeitgebern gesucht. Das ist das Ergebnis der Arbeitsmarktanalyse des Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), der auch für dieses Jahr eine weiterhin steigende Nachfrage erwartet.

Das zweite Jahr in Folge steigt der Personalbedarf rasant an
Das zweite Jahr in Folge steigt der Personalbedarf rasant an (Bild: HORIZONT/ZAW)
In den Stellenmärkten von Tageszeitungen und Fachmedien sowie Onlinejobbörsen hat der ZAW insgesamt 4386 Stellenangebote gezählt. "Besonders häufig waren darunter Jobangebote für Fachkräfte in klassischen Agenturberufen wie Konzeptioner (+51 Prozent), Texter (+43 Prozent) oder Planner (+35 Prozent). Deutlich nachgefragt wurden von den Agenturen auch Account Manager mit +77 Prozent: Die komplexen Agentur-Kunde-Strukturen erforderten viel Professionalität, schlussfolgert der ZAW. Ein Rückgang zeigt sich dagegen bei den Anzeigenfachleuten mit minus 7 Prozent und bei den Gestaltern für visuelles Marketing einem deutlichen Minus von 64 Prozent. Weiter gesucht werden Digitalexperten und hier vor allem Gestalter mit IT-Wissen.

Account Manager, Texter und Konzeptioner werden stark gesucht
Account Manager, Texter und Konzeptioner werden stark gesucht (Bild: ZAW/HORIZONT)
Die Zahl der Arbeitsplätze in der kommerziellen Kommunikation veränderte sich wenig. Die Mitarbeiterzahl stieg vor allem im Agenturbereich, aber gleichzeitig ging die Beschäftigtenzahl in der Druckindustrie zurück. 2015 lag die Gesamtzahl bei 897.800 Arbeitsplätzen in der kommerziellen Kommunikation. Die Arbeitslosenzahl sank das zweite Jahr in Folge: Die Bundesagentur für Arbeit weist 24.550 Arbeitslose im Bereich Werbung und Marketing aus. 24.795 Personen waren es im Vorjahresmonat, was einem Minus von 1 Prozent entspricht. "Die wirtschaftliche Situation unserer Branche ist gut, der Werbemarkt nimmt weiter Fahrt auf und die Beschäftigtensituation spiegelt dies wider", stellt Manfred Parteina, Hauptgeschäftsführer des ZAW, zufrieden fest. ems

 

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