Youtube-Hit "Love has no labels" So charmant kann ein Zeichen gegen Diskriminierung sein

Donnerstag, 05. März 2015
Szene aus dem Video zu "Love has no labels"
Szene aus dem Video zu "Love has no labels"
Foto: Screenshot Youtube / Ad Council
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YouTube Ad Council Santa Monica Nick Law Lisa Sherman


Die Zahl ist schier unglaublich: Rund 7,5 Millionen Zugriffe verzeichnet das Video zur Kampagne "Love has no labels" - und zwar binnen zweier Tage. Bei dem Youtube-Hit handelt es sich um eine herzergreifende Kampagne der Non-Profit-Organisation Ad Council in Zusammenarbeit mit der Agentur R/GA. Der Auftritt setzt ein Zeichen für die Liebe - und gegen Vorurteile gegenüber Homosexuellen, Behinderten, anderen Kulturen und Andersfarbigen.
Das über 3-minütige Video (Produktion: Persuade Content) zeigt einen digitalen Screen in Santa Monica, auf dem sich zwei Skelette vor dutzenden Zuschauern küssen. Anschließend trennen sich die beiden und treten links und rechts der Leinwand hervor. Sichtlich erstaunt reagieren die Passanten auf die beiden Personen - es sind zwei Frauen. Unter dem Applaus des Publikums wiederholen die zwei ihren Kuss auf der Bühne. Neben ihnen das eingeblendete Logo der Kampagne "Love has no gender" ("Liebe kennt keine Geschlechter"). Das Ganze wiederholt sich mit Protagonisten unerschiedlichen Alters und Kultur. Am Ende verweist das Video auf die Kampagnen-Webseite lovehasnolabels.com. Dort gibt es Tipps, wie man Vorurteilen begegenen kann. Zudem schildern Betroffene, wie sie mit Diskriminierungen umgehen. 

"Vorurteile schlummern in jedem von uns. Diese zu erkennen, ist ein erster Schritt in Richtung einer Gesellschaft mit mehr Verständnis und Toleranz", so Lisa Sherman, President und CEO von Ad Council, über den Hintergrund der Kreation. "Wir leben in einer Zeit, in der uns moderne Technologien alle miteinander verbindet", ergänzt Nick Law, Kreativchef von R/GA. Unsere Vorurteile stammten jedoch aus einer früheren Zeit. Law: "Sie hindern uns, mit klarem Verstand und offenem Armen auf andere Menschen zuzugehen. Unsere Botschaft erinnert hoffentlich daran, wie oberflächlich diese Vorurteile sind."

Unterstützt wird die Kampagne von namhaften Unternehmen wie Coca-Cola, Pepsico, Procter & Gamble und Unilever. Diese tauschten zum Start der Kampagne vor rund einem Monat ihr Firmenlogo in sozialen Netzwerken gegen das Zeichen der Social-Kampagne ein. Seitdem gibt es auch die entsprechende Präsenz auf Facebook sowie Twitter.

Neben dem am Dienstag gelaunchten Youtube-Film will die Non-Profit-Organisation ihre Botschaft auch über TV-Spots verbreiten. Sie setzt dabei auf pro-bono-Platzierungen der US-Fernsehsender. Zum Maßnahmenpaket der ein Jahr laufenden Kampagne gehören zudem Printanzeigen und Online-Banner. jm
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