Y&R Hamburg Agenturmanager Coa Saroff und Stefan Kumeiser steigen aus

Mittwoch, 29. Juni 2016
Coa Saroff (2.v.r.) gehört nicht mehr zum Führungsteam von Y&R in Hamburg
Coa Saroff (2.v.r.) gehört nicht mehr zum Führungsteam von Y&R in Hamburg
Foto: Y&R

Dass es kein leichtes Unterfangen wird, die Agentur Y&R in Deutschland noch einmal auf stabile Füße zu stellen, wusste Managing Director Corinna Martinez Serra, als sie die Aufgabe im Herbst vorigen Jahres übernahm. Wie schwer die Aufgabe tatsächlich ist, machen zwei aktuelle Personalien deutlich. Die erst im Frühjahr verpflichtete Director Business Development Coa Saroff und Finanzgeschäftsführer Stefan Kumeiser verlassen die WPP-Agentur mit Sitz in Hamburg.
Martinez Serra (Geburtsname: Thüs) bestätigt die Abgänge. Während sie den Ausstieg von Kumeiser bedauert und ihm nach 15 Jahren in der Y&R-Gruppe für eine "komplett neue Aufgabe" alles Gute wünscht, will sie sich zu den Gründen für den Ausstieg von Saroff nicht im Detail äußern. Nur so viel: "Die Auffassungen waren unterschiedlich."
Die international erfahrene Agenturmanagerin Saroff kam aus der Omnicom-Gruppe zu Y&R. Bei ihrem vorherigen Arbeitgeber hat sie Teams für Kunden aus der Pharmaindustrie zusammengestellt und geführt. In diesem Feld will auch die von Martinez Serra geführte Agentur punkten und positioniert sich im eigenen Netzwerk als Healthcare-Hub. Zu den Kunden gehören Gaba und Boehringer Ingelheim.

Ein Nachfolger für Finanzchef Kumeiser steht offenbar schon fest, sein Name soll demnächst bekannt gegeben werden. Zudem kündigt die Agenturchefin Zugänge für die Bereiche Strategie und Kreation an. Aktuell verantworten Executive CD Uwe Marquardt und CD Gerrit-John Gerischer das kreative Produkt der Agentur. Gerischer ist erst seit kurzem an Bord. Er kam von Serviceplan.

Y&R Germany kämpft seit langem gegen die Bedeutungslosigkeit. Die Agentur, einst eine der größten des Landes, hat in den vergangenen Jahren viele renommierte Kunden verloren. Zuletzt wurde das verbliebene Geschäft in Hamburg gebündelt. In Frankfurt und Berlin gibt es nur noch Repräsentanzen. mam
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