Xaxis WPP will alternative Plattform für Audience Buying aufbauen

Montag, 11. August 2014
Auch international stößt Xaxis nicht nur auf begeisterte Werbekunden
Auch international stößt Xaxis nicht nur auf begeisterte Werbekunden

Offensichtlich hat Xaxis aus der Group M nicht den Erfolg, den sich die größte Mediaagenturgruppe der Welt für ihre Audience Buying Plattform wünscht. Nicht nur im deutschen Markt, sondern auch international stößt Xaxis bei einigen Werbekunden weiter auf Ablehnung, die darüber hinaus auch noch planen, den programmatischen Einkauf von digitalem Werbeinventar ganz bei den Agenturen abzuziehen und ins eigene Unternehmen zu verlagern. Dem will die Group M, unter deren Dach die britische WPP-Holding ihre vier Medianetworks (Maxus, MEC, Mediacom und Mindshare) nebst Xaxis bündelt, nun mit einem alternativen Modell entgegenwirken. Wie AdAge berichtet, soll es sich dabei um ein System handeln, bei dem die Werbekunden mit Anbietern von digitalem Inventar ihrer Wahl zusammenarbeiten können und die jeweiligen Mediaagenturen der Group M die Abwicklung der Buchungen übernehmen. Nähere Details will Rob Norman, Chief Digital Officer der Group M, allerdings nicht erläutern. Aus der Agenturgruppe verlautete wohl lediglich, dass das alternative Modell zu Xaxis innerhalb weniger Monate verfügbar sein soll.

Group M hatte Xaxis im Juni 2011 unter der Führung von CEO Brian Lesser weltweit lanciert und dabei auch viele deutsche Publisher düpiert. Sie liefen Sturm gegen die geplanten Tradingdeals, die Xaxis für Online- und Bewegtbild-Inventar ankündigte. Dieses digitale Inventory gleicht Xaxis mit seiner proprietären Datenbank an Nutzerprofilen von Privatpersonen im Internet ab und ermittelt für die Werbekunden die entsprechenden Websites oder Videoplätze, wo sie mit Werbung angesprochen werden können.

Damit agiert Xaxis innerhalb der Group M wie ein digitaler Vermarkter, bei dem die Mediaagenturen der Gruppe wie bei anderen Vermarktern auch ihr digitales Inventar einkaufen. Zu welchen Konditionen Xaxis sein Inventar bei den Publishern einkauft, wird allerdings nicht aufgedeckt und die Werbekunden der Group M müssen einen expliziten Non-Discloser-Vertrag unterschreiben, dass sie bei Xaxis auf einen Teil an Transparenz verzichten. ejej
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