Werbeoffensive Ogilvy bekämpft für Adler das gängige Modediktat

Donnerstag, 06. März 2014
Anzeigenmotiv zum Kampagnenstart
Anzeigenmotiv zum Kampagnenstart


Der Textilfilialist Adler Modemärkte startet eine Imagekampage. Mit dem Auftritt wendet sich das Unternehmen gegen gängige Mode- und Schönheitsideale und positioniert sich als Anbieter von Kleidung für normale Frauen. Die Kernbotschaft lautet: Mode ist für Menschen da - und nicht umgekehrt. Die Idee stammt von der Frankfurter Agentur Ogilvy & Mather. Sie löst den bisherigen Etathalter Thjnk in Hamburg ab.
Das Ogilvy-Team unter Führung von Kreativchef Stephan Vogel und Beratungsgeschäftsführer Christoph Isenbürger hatte den Etat im vorigen Jahr ohne Pitch übernommen. Gemeinsam mit dem Kunden haben die Werber eine neue Markenhaltung für Adler entwickelt. Das Ergebnis wird jetzt sichtbar. Der Auftritt startet Ende dieser Woche mit einer ganzseitigen Anzeige in "Bild am Sonntag" und "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Am Montag ist dann bei RTL und Vox ein 70-sekündiger "Manifesto"-Film (Produktion: Markenfilm Berlin, Regie: Hagen Decker) zu sehen, in dem Adler sein Anliegen deutlich macht.

"Wir wagen eine Kampagne, die das ausspricht, was sehr viele Menschen denken und fühlen, sich aber nicht offen zu sagen trauen", erklärt Adler-Chef Lothar Schäfer den Ansatz. Man wolle dem gesellschaftlichen Druck, modischen Idealmaßen entsprechen zu müssen, etwas entgegensetzen. "Wir glauben, dass Menschen sich von diesem Modediktat nicht die Lust an Mode verderben lassen wollen", so Schäfer weiter.

Nach dem großen Aufschlag in Print und TV wird die Kampagne mit einer kürzeren Version des Spots sowie Anzeigen, Außenwerbung und Online-Maßnahmen fortgesetzt. Sie ist in Deutschland und Österreich zu sehen. Adler-Testimonial Birgit Schrowange spielt in der ersten Phase des Auftritts keine Rolle, soll aber weiter als Markenbotschafterin für das Unternehmen aktiv bleiben. Das betont Tina Florath, Bereichsleiterin Marketing bei Adler, im Gespräch mit HORIZONT. mam

Mehr zum Thema lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 10/2014 vom 6. Februar.
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