Werbemarkt China Serviceplan kauft Aquarius Asia

Freitag, 18. September 2015
Roger Strack (l.) und Marc Finsterlin sollen das Serviceplan-Büro in Shanghai führen
Roger Strack (l.) und Marc Finsterlin sollen das Serviceplan-Büro in Shanghai führen
Foto: Serviceplan
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Serviceplan Shanghai China Digitalagentur


Die Agentur Serviceplan baut ihr Angebot in China aus - durch einen Zukauf. Die inhabergeführte Gruppe erwirbt eine Mehrheitsbeteiligung an der Digitalagentur Aquarius Asia mit Standorten in Shanghai und Hongkong. Das Büro in Shanghai tritt künftig unter dem Namen Serviceplan Shanghai auf. Ausdrücklich nicht Teil des Deals ist das deutsche Büro von Aquarius in München.
Zusammen mit dem vor zwei Jahren gegründeten Serviceplan-Büro in Peking ist Serviceplan in dem Land damit an drei Standorten vertreten. In Peking und Shanghai ist geplant, "Häuser der Kommunikation" mit den drei Kerndisziplinen Kreation, Digital und Media aufzubauen. Standortübergreifend beschäftigt Serviceplan in China nunmehr rund 200 Mitarbeiter, etwa 80 davon kommen von Aquarius. Die Agentur wurde 2009 in Hongkong gegründet. 2011 kam die Niederlassung in Shanghai hinzu. Zu den Kunden gehören internationale Marken wie Hugo Boss, Victorinox, Fendi und Alexander McQueen sowie einige nationale Akteure. Im Zuge der Übernahme sortiert die Holding auch das Management in China neu. Roger Strack, bislang für die Beratung am Standort Peking verantwortlich, rückt zum Managing Director für beide großen Standorte auf. Operativ kümmert sich Strack in Zukunft vor allem um das Büro in Shanghai, zusammen mit Aquarius-Gründer Marc Finsterlin.

Neuer Beratungschef in Peking wird Jan-Philipp Jahn. Er kommt von Serviceplan Middle East in Dubai und leitet das Büro zusammen mit Kreativchefin Kathrin Güthoff. In Peking arbeitet Serviceplan unter anderem für den Großkunden BMW. Weitere Auftraggeber dort sind Shell und Paulaner. Die Mandate von WMF, Continental und Metro werden künftig von Shanghai aus betreut.

Serviceplan verfolgt das Ziel, ein eigenes internationales Netzwerk aufzubauen. Demnächst will man in die Türkei und nach Spanien expandieren. Andere Märkte wie die USA und Großbritannien sowie Lateinamerika werden bislang über Kooperationen abgedeckt. Die Gruppe erzielt 20 Prozent ihres Gesamtumsatzes von 304 Millionen Euro im Ausland. mam
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