Werbekonjunktur Carat prognostiziert weltweit deutliches Plus / Deutscher Werbemarkt wächst leicht

Dienstag, 24. März 2015
Christopher Samsinger, CEO von Carat Deutschland
Christopher Samsinger, CEO von Carat Deutschland
Foto: Carat

Das Mediaagenturnetzwerk Carat prognostiziert der Werbebranche weiterhin eine gute Zukunft: Für das laufende Jahr korrigieren die Mediaexperten ihre Vorhersage bezüglich der weltweiten Werbeausgaben zwar um 0,4 Prozentpunkte auf jetzt 4,6 Prozent nach unten, 2016 soll das Wachstum aber wieder die 5-Prozent-Marke überspringen. Für das vergangene Jahr hat die Agentur ein Plus von 4,6 Prozent ermittelt.
Grundlage der Analyse sind Daten aus 59 Märkten in Nord- und Südamerika, Asien-Pazifik und EMEA. Für Westeuropa und Deutschland werden die Zuwächse allerdings - zumindest verglichen mit der globalen Entwicklung - laut Vorhersage geringer ausfallen. Dabei wird das durchschnittliche Wachstum in Westeuropa mit einem geschätzten Plus von jeweils 2,8 Prozent in 2015 und 2016 vor allem durch einen starke Entwicklung in Großbritannien (plus 6,4 Prozent in 2015) und Spanien (plus 6,8 Prozent) getrieben. Für Deutschland erwartet Carat ein Plus von 1,6 Prozent in diesem Jahr bzw. 1,8 Prozent in 2016. Wachstumstreiber für die Werbung sind national wie global vor allem Digitale Medien. Sie werden laut Carat-Schätzung ihren Anteil am Werbemarkt bis 2016 global auf 25,9 Prozent ausbauen. Umsatzstärkstes Werbemedium bleibt das Fernsehen mit 42,7 Prozent Marktanteil. Stark wachsen werden 2015 national wie international Mobile Advertising (global plus 50 Prozent, hierzulande plus 54 Prozent) und Online-Videowerbung (global plus 21 Prozent, Deutschland plus 29 Prozent).

Zeitungen und Zeitschriften werden weltweit hingegen weiter Umsätze und Marktanteile verlieren - so wird Außenwerbung im laufenden Jahr mit einem weltweiten Marktanteil von 7,1 Prozent voraussichtlich erstmals Zeitschriften 6,9 Prozent überflügeln.

"Der deutsche Werbemarkt wird sich in den kommenden beiden Jahren analog zum Bruttoinlandsprodukt und zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bewegen", sagt Christopher Samsinger, CEO von Carat Deutschland. "Wir erwarten, dass sich die Ausgaben für Mobile Advertising in Deutschland bis 2016 mehr als verdoppeln werden. Videowerbung wird um 63 Prozent wachsen." Derzeit werde etwa jedes fünfte Online-Video schon mobil, vor allem auf Smartphones, angeschaut. Etwa drei Viertel der globalen Werbeausgaben im mobilen Bereich gehen Carat zufolge bereits an Google und Facebook. fam
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