Werbeholdings Publicis steigt nicht bei koreanischer Agenturgruppe Cheil ein

Dienstag, 14. Juni 2016
Publicis-CEO Maurice Lévy will nicht mehr bei Cheil einsteigen
Publicis-CEO Maurice Lévy will nicht mehr bei Cheil einsteigen
Foto: Cannes Lions / Getty Images

Die Werbeholding Publicis und der südkoreanische Mischkonzern Samsung haben die Gespräche über einen möglichen Einstieg der Franzosen bei der Werbeagenturgruppe Cheil beendet. Ergebnis: Die Beteiligung kommt nicht zustande. Das hat Publicis am Montag in einer Presseerklärung mitgeteilt. Die Planungen sahen vor, dass die von CEO Maurice Lévy geführte Gruppe 30 Prozent der Cheil-Anteile übernimmt.

Damit wäre Publicis zum größten Einzelaktionär des Networks geworden. Warum sich die Beteiligten nicht einigen konnten, ist nicht offiziell bekannt. Presseberichten zufolge soll Samsung parallel Gespräche mit Finanzinvestoren geführt haben, darunter eine Immobiliengruppe aus China. Publicis betont, dass die Zusammenarbeit mit Samsung und Cheil unverändert fortgesetzt wird. Die Holding arbeitet unter anderem mit ihrer Werbeagentur Leo Burnett für die Elektroniksparte der Koreaner.

Den Meldungen zufolge hält die Samsung-Gruppe aktuell rund 25 Prozent der Anteile an der börsennotierten Agentur Cheil. Angeblich sollen im weiteren Verlauf der Woche Details bekannt gegeben werden, was der Konzern mit der Beteiligung plant. In Deutschland betreut Cheil neben Samung unter anderem die Deutsche Bahn und Lufthansa. Zuletzt konnte sich die Agentur mit hiesigem Sitz in Schwalbach bei Frankfurt den Etat des Online-Bezahlsystems Paydirekt sichern. An der Spitze der deutschen Niederlassung steht CEO Volker Selle. mam   

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