Werbeholdings Publicis Groupe profitiert vom florierenden Deutschland-Geschäft

Donnerstag, 21. Juli 2016
Publicis-Chef Maurice Lévy
Publicis-Chef Maurice Lévy
Foto: Cannes Lions / Getty Images

Die Publicis Groupe ist auf dem Weg der Besserung. Die zuletzt schwächelnde französische Werbeholding hat ihren Umsatz im 1. Halbjahr 2016 um 4,6 Prozent auf 4,75 Milliarden Euro gesteigert. Noch wichtiger: Auch beim organischen Wachstum - also ohne Zukäufe und Währungseffekte - macht der Werberiese Fortschritte.
Die Publicis Groupe, zu der Agenturmarken wie Publicis Worldwide (in Deutschland: Publicis Pixelpark), Leo Burnett, Saatchi & Saatchi, Sapient, MSL Group, Zenith und Starcom Mediavest gehören, weist in ihrer Bilanz für das erste Halbjahr 2016 ein organisches Wachstum von 2,8 Prozent aus. Im direkten Vergleich mit dem Wettbewerber Omnicom, der für 2015 ein organisches Wachstum von 5,3 Prozent gemeldet hatte, ist das zwar nach wie vor nicht berühmt. Aber immerhin besser als das schmale 1,5-prozentige Plus aus dem vergangenen JahrAuch die anderen Kennzahlen können sich sehen lassen: Der Netto-Gewinn kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 Prozent auf 381 Millionen Euro, bei der operativen Marge steht unter dem Strich ein Plus von 13 Prozent. 

Wachstumstreiber war vor allem Europa und - das Management von Publicis-Pixelpark-Chef Horst Wagner wird es freuen - Deutschland. Um satte 9 Prozent legte Publicis hierzulande zu. So stark hat die Holding ansonsten nur in Italien performt. Europaweit wuchs die Publicis Groupe unter dem Strich um 6,3 Prozent. Das organische Wachstum wird mit 5,5 Prozent angegeben. Damit ist die Entwicklung in Europa besser als in den USA, wo die Werbeholding organisch lediglich um 1,4 Prozent zulegte, und den Regionen Asia Pazifik (4,7 Prozent) und Lateinamerika (0,9 Prozent). In der Region Middle East & Africa muss Publicis sogar ein Minus von 0,5 Prozent verbuchen.

Trotz der unter dem Strich positiven Entwicklung fällt die Prognose des Konzerns eher vorsichtig aus. Publicis-Chef Maurice Levy erwartet, dass sich Etatverluste aus dem vergangenen Jahr im 3. Quartal bemerkbar machen werden. Das werde den Aufwärtstrend für das Gesamtjahr allerdings nicht gefährden. mas
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