Werbeholdings Omnicom legt in Europa deutlich zu, aber schwächelt in Nordamerika

Mittwoch, 19. April 2017
Omnicom-Chef John Wren
Omnicom-Chef John Wren
Foto: Omnicom
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Die US-Werbeholding Omnicom hat die Geschäftszahlen für das 1. Quartal 2017 präsentiert. Von Januar bis März konnte die Muttergesellschaft von Agenturen wie BBDO, DDB, TBWA und OMD den Umsatz um 2,5 Prozent auf 3,59 Milliarden US-Dollar steigern. Das organische Wachstum, also ohne Währungs- und Akquisitionseffekte, liegt mit 4,4 Prozent sogar noch höher.
Kräftig zulegen konnte Omnicom vor allem in Europa. In Großbritannien und in der Euro-Zone liegt das Wachstum bei jeweils knapp über 8 Prozent. Weniger gut lief es dagegen im Heimatmarkt. In Nordamerika konnte die Gruppe lediglich ein Plus von rund einem Prozent verbuchen. Dort erzielt Omnicom mit knapp 60 Prozent aber nach wie vor den Großteil seiner Umsätze. Das stärkste pozentuale Wachstum verbucht der Konzern in der Region Middle East and Africa. Hier kletterten die Umsätze um fast 38 Prozent.
Bei den einzelnen Kommunikationsdisziplinen hat sich der Bereich "Advertising" am besten entwickelt. Hier legten die Einnahmen um 6,4 Prozent zu. Das Geschäft im Bereich "CRM" wuchs um 2,1 Prozent, "PR" klettert um 1,8 Prozent. Bei den sogenanten "Specialty Communications" steht ein Plus von 3,3 Prozent in den Büchern. Der im 1. Quartal erzielte operative Gewinn erhöhte sich um 4,5 Prozent auf rund 410 Millionen Dollar.

In einer Telefonkonferenz mit Analysten äußerte sich Konzernchef John Wren wegen der schwierigen geopolitischen und wirtschaftlichen Lage eher vorsichtig zu den Erwartungen für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres. Omnicom meldet seine Zahlen traditionell als erste der großen Werbeholdings. Ende der Woche folgen die Wettbewerber Publicis und Interpublic. mam
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