Weltweiter Werbemarkt 2015 Interpublic-Tochter Magna Global prognostiziert 4,8 Prozent Wachstum

Montag, 08. Dezember 2014
Magna Global muss seine Prognose leicht nach unten korrigieren
Magna Global muss seine Prognose leicht nach unten korrigieren
Foto: James Thew/Fotolia

Gemäß den Berechnungen von Magna Global werden die weltweiten Werbeinvestitionen im kommenden Jahr um 4,8 Prozent auf 536 Milliarden Dollar (436 Milliarden Euro) steigen. Damit korrigiert die Einkaufsorganisation der Interpublic-Medianetworks Initiative und Universal McCann ihre Vorhersage vom Juni nur leicht um 0,1 Prozentpunkte nach unten.

Die Prognosen basieren jeweils auf agenturinternen Erhebungen in 73 Märkten und gehen insgesamt von einer generellen Verbesserung der wirtschaftlichen Lage aus. Besser als noch im Juni gedacht, hat sich zum Beispiel die werbewirtschaftliche Situation in Nordamerika entwickelt, weshalb die Prognose für 2015 dort von plus 2,5 auf plus 2,8 Prozent angehoben wurde. Gleiches gilt für die Entwicklung der Werbespendings in Westeuropa. In Lateinamerika wird wiederum eine Steigerung von vormals 11,5 Prozent auf nunmehr 12,9 Prozent vorhergesagt.

Leicht nach unten korrigiert wurde indes der Forecast für den asiatisch-pazifischen Raum, wo statt 6,9 Prozent nur noch 6,4 Prozent Wachstum erwartet werden. Ein deutlich geringeres Wachstum der Werbeausgaben als noch im Juni erwartet, sagt Magna Global nur für Zentral- und Osteuropa für 2015 voraus. Das gilt insbesondere für den russischen Markt, der aufgrund des Ukraine-Konflikts statt um 7 Prozent nur noch um 0,8 Prozent zulegen soll.

Smartphone Nutzung
Bild: Fotolia_Rangizzz

Mehr zum Thema

Globale Werbespendings Zenith Optimedia korrigiert Prognose leicht nach unten

Die größten Wachstumstreiber in diesem Jahr waren laut Magna Global die medialen Großereignisse wie die Olympischen Winterspiele und die FIFA Weltmeisterschaft in Brasilien. Sie tragen dazu bei, dass die Umsätze der klassischen Medien in diesem Jahr weltweit um 1,6 Prozent auf 370,1 Milliarden Dollar angestiegen sind. Der Löwenanteil von 39,7 Prozent entfällt dabei auf TV, gefolgt von den Tageszeitungen (14 Prozent) und dem Hörfunk (6,4 Prozent).

Hinsichtlich des deutschen Markts stellt Magna Global allerdings fest, dass der Weltmeistertitel der deutschen Nationalmannschaft kaum positive Auswirkungen auf den hiesigen Werbemarkt hatte, da die WM-Spiele auf den meist werbefreien öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF ausgestrahlt wurden. Insofern gehört Deutschland wie auch Italien und Frankreich zu den westeuropäischen Werbemärkten, die dieses Jahr nur marginal zulegen konnten. In Deutschland sind es plus 1,8 Prozent in 2014 und 2015 sollen es laut Magna Global plus 2 Prozent sein.

Die digitalen Medien konnten wiederum in diesem Jahr erneut stark um 17,2 Prozent zulegen und erreichten weltweite Werbeerlöse in Höhe von 142 Milliarden Dollar. Treiber des digitalen Geschäfts waren laut dem Forecast von Magna Global mehr mobile Werbekampagnen, die um 72 Prozent zunahmen und Werbemaßnahmen in den sozialen Medien, die ihre Werbeumsätze um 64 Prozent ausbauen konnten.

Für das kommende Jahr prognostiziert die Interpublic-Tochter den digitalen Medien einen erneuten Umsatzsprung von 15,1 Prozent auf 163 Milliarden Dollar und damit erstmals einen Marktanteil von 30 Prozent an den weltweiten Werbeumsätzen. ejej

Meist gelesen
stats