"Warum machst du das?" Wieso Thjnk-Chef Michael Trautmann in sozialen Medien so präsent ist

Montag, 25. August 2014
Michael Trautmann sieht sich selbst als "Rampensau" (Foto: Thjnk)
Michael Trautmann sieht sich selbst als "Rampensau" (Foto: Thjnk)

Es gibt Agenturchefs, die in den sozialen Medien eher bescheiden bis gar nicht auftreten. Und es gibt solche, die sich selbst als Marke begreifen, extrem stark kommunizieren und tagtäglich sirenengleich aus allen digitalen Rohren schießen. Michael Trautmann von Thjnk gehört zur zweiten Gattung. Warum das so ist, erzählt er hier.
Es sind Fragen, die mir meine Frau und Freunde, die es gut mit mir meinen, immer wieder stellen. Warum machst du so viel auf Facebook? Hast du keine echten Freunde mehr? Kannst du überhaupt noch ohne? Hier meine fünf wichtigsten Gründe, warum ich mich auf den verschiedenen Social-Media-Plattformen bewege. 1. Weil ich ein Digital Immigrant bin. Ich bin kein Digital Native, ich muss mir die digitale Welt erarbeiten, sie fällt mir nicht einfach in den Schoß. Da ich seit Jahren auf fast allen relevanten Plattformen aktiv bin, kann ich aus erster Hand berichten und muss mich nicht allein auf das Fachwissen meiner jüngeren Kollegen verlassen. Meine feste Überzeugung: Wer seine Kunden als Kommunikationsdienstleister kompetent beraten will, kommt um die eigene Erfahrung nicht herum.

2. Weil ich eine Rampensau bin. Ich wäre gern Super-Sportler, Rockstar oder Filmschauspieler geworden. Allen drei Berufsgruppen gemeinsam ist, dass sie gern gesehen werden. Social Media bietet die perfekten Tools für all uns "Wannabes".

3. Weil es Networking Next Level ermöglicht. Mit Xing und LinkedIn fällt es mir leichter, mein berufliches Network im Blick zu behalten sowohl bei der Kontaktaufnahme zu potenziellen Geschäftspartnern als auch bei der Ansprache potenzieller Mitarbeiter.

4. Weil es ein perfektes Soundingboard ist. Natürlich freue ich mich über Lob und Schulterklopfen. Mindestens ebenso sehr schätze ich aber das kritische Feedback, das mir Twitter, Facebook und Co ermöglichen. Wer neugierig ist und gern im Bild über Themen, die wirklich bewegen, kommt an Social Media nicht vorbei.

5. Weil ich damit meinen eigenen Pressesprecher habe. Mit Twitter, Facebook und Google+ habe ich mein eigenes Pressesprecherteam für Themen, die mir besonders am Herzen liegen - ganz gleich ob es agenturbezogene Themen sind, Themen, die mich inspirieren oder Themen, für die ich brenne.

Zur Ergänzung möchte ich anmerken, dass ich ganz bestimmte Regeln habe. Ich kritisiere grundsätzlich nicht die Arbeit anderer Agenturen und ich gebe auch nicht zu jedem Thema meine Meinung.

Dieser Artikel ist zuerst erschienen im Dmexco-Special von HORIZONT, das Sie hier kostenlos herunterladen können.
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