WPP Weniger Geld für Konzernchef Martin Sorrell

Mittwoch, 03. Mai 2017
Das Gehalt von WPP-Chef Martin Sorrell wird gedeckelt
Das Gehalt von WPP-Chef Martin Sorrell wird gedeckelt
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Geldsorgen wird Martin Sorrell wahrlich nicht haben. Der CEO des britischen Werbekonzerns WPP gehört seit Jahren zu den am besten verdienenden Managern in Europa. Dennoch muss der 72-Jährige nun Einschnitte bei seiner Vergütung hinnehmen. Statt wie 2015 noch 70 Millionen britische Pfund (damals fast 90 Millionen Euro) hat er im vorigen Jahr "nur" noch 48 Millionen Pfund verdient.
Das geht aus dem Jahresbericht von WPP hervor, der Ende voriger Woche veröffentlicht wurde. Dort wird auch eine künftige Deckelung des CEO-Gehalts angekündigt. 2017 kann Sorrell maximal 19 Millionen Pfund verdienen, bis 2021 soll der Deckel auf maximal 13 Millionen Pfund sinken. Wegen der Bezahlung des Konzernchefs kam es immer wieder zu hitzigen Diskussionen mit Anteilseignern. Vor einigen Jahren verweigerten sogar 60 Prozent der Aktionärsvertreter dem Vergütungsbericht des Unternehmens die Zustimmung.
Die Bezüge von Sorrell werden zu einem Zeitpunkt veröffentlicht, da die ohnehin für strikte Kostendisziplin bekannte Holding ihre Agenturen auf einen Sparkurs einschwört. Die Vorgaben betreffen vor allem Neueinstellungen und die Wiederbesetzung von Stellen, aber auch Reisekosten und Ausgaben für die Teilnahme an Events. In einem internen Schreiben an die Mitarbeiter werden in diesem Zusammenhang ausdrücklich die hohen Kosten für die Teilnahme am Werbefestival in Cannes genannt.

WPP hat in der vorigen Woche die Zahlen für das 1. Quartal 2017 vorgelegt. Diese fielen etwas schwächer aus als erwartet. Bereinigt um Währungseffekte und Zukäufe konnte die Muttergesellschaft von Netzwerken wie Ogilvy, JWT, Y&R, Grey und Group M den Umsatz um 0,2 Prozent auf 3,6 Milliarden Pfund steigern. Für das Gesamtjahr rechnet WPP mit einem Umsatzplus von 2 Prozent. mam
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