WPP CEO Martin Sorrell winkt Bonus von fast 80 Millionen Euro

Dienstag, 15. März 2016
Martin Sorrells Vergütung sorgt einmal mehr für Gesprächsstoff
Martin Sorrells Vergütung sorgt einmal mehr für Gesprächsstoff
Foto: WPP

Die Vergütung von WPP-Chef Martin Sorrell ist seit Jahren Gegenstand heftiger Kontroversen. Auch in diesem Jahr ist wieder für Gesprächsstoff gesorgt. Wie internationale Medien berichten, soll der 71-Jährige dieser Tage eine Prämie im Wert von 60 Millionen Pfund (77 Millionen Euro) einstreichen. Die Summe ergibt sich durch ein seit 2011 laufendes Bonusprogramm in Form von Aktienzuteilungen. Zusammen mit seinem Gehalt und kurzfristig fälligen Sonderzahlungen erhöht sich das Vergütungspaket für Sorrell auf 70 Millionen Pfund (90 Millionen Euro).
Die Werbeholding WPP, zu der Agenturen wie Ogilvy, JWT, Y&R, Grey und der Mediaagenturverbund Group M gehören, will Details zur Honorierung ihres CEO Mitte der Woche verkünden. Den Berichten zufolge profitieren auch andere Konzernmanager wie Finanzchef Paul Richardson und Wunderman-Chef Mark Read von dem Bonusprogramm namens "Leap". Die Zahlungen sind abhängig von der Wert- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens. Der Kurs der WPP-Aktie hat sich während der Laufzeit des Leap-Programms ungefähr verdoppelt. Gleichwohl ist mit Widerstand von Großaktionären gegen die hohen Vergütungspakete für Sorrell und andere Topmanager zu rechnen. Gegenüber der "Financial Times" hat bereits einer der Top-Investoren von WPP angekündigt, sich gegen die Auszahlung auszusprechen, wenn sich die Summe drastisch erhöhe. Bereits vor einigen Jahren sorgte die Vergütung von Sorrell für Aufsehen. 2012 missbilligten 60 Prozent der Aktionäre das Gehaltspaket für den CEO. Daraufhin veränderte WPP die Berechnungsgrundlagen. Sie greifen aber erst später. mam
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