Volkswagen Media-Milliarden gehen an PHD

Montag, 13. Juni 2016
Volkswagen geht neue Wege in der Unternehmenskommunikation
Volkswagen geht neue Wege in der Unternehmenskommunikation
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Eine offizielle Bestätigung gibt es bislang nicht. Aber wie internationale Fachmedien berichten, ist der Pitch um die Media-Milliarden von Volkswagen entschieden. Den Meldungen zufolge hat sich die Omnicom-Tochter PHD im Rennen um das weltweit geschätzt 2,5 Milliarden Euro schwere Budget durchgesetzt. Das Nachsehen hätte demzufolge der langjährige Betreuer Mediacom.
Weder beim Kunden noch auf Agenturseite war bislang jemand für eine Stellungnahme erreichbar. Allerdings soll es in der Omnicom-Gruppe bereits interne Mails geben, in denen den Mitarbeitern der Etatgewinn verkündet wird. An dem Pitch hat dem Vernehmen nach neben dem bisherigen Etathalter Mediacom und dem künftigen Betreuer PHD auch ein Team aus der Interpublic-Holding teilgenommen. Für Mediacom wäre der Etatverlust ein herber Rückschlag. Das Network hat den Volkswagen-Konzern seit vielen Jahren betreut. 1998 konnte man sich das Mandat erstmals sichern - nach einem Pitch gegen den damaligen Stammbetreuer Carat. Der Wolfsburger Autobauer hatte schon Anfang des Jahres für Aufmerksamkeit mit einer Mediaagentur-Entscheidung gesorgt, als er ein zweistelliges Millionenpaket im Digitalbereich an die Neugründung Blackwood Seven vergab.

Für PHD wäre der Gewinn dagegen ein Riesenerfolg. Die kleine Schwester von OMD würde mit dem weltweiten Budget von Volkswagen einen gewaltigen Sprung nach vorn machen. Bis vor einigen Jahren war die Agentur für die Mediabetreuung von Daimler zuständig. 2009 verlor man das entsprechende Mandat an MEC. Heute kümmert sich die Publicis-Gruppe um den Stuttgarter Autokonzern. mam

Update: Inzwischen gibt es die offizielle Bestätigung von Volkswagen. Zum 1. Januar 2017 vergibt der Konzern seinen Mediaetat an die Omnicom Media Group. "Neue Möglichkeiten der Digitalisierung und zielgruppenspezifische, direkte Kundenansprache werden noch stärker in der Mediaplanung genutzt", so die Erläuterung des Autobauers für die Neuvergabe. Das Mandat umfasst insgesamt acht Konzernmarken.
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