Versicherungen Allianz schreibt den deutschen Werbeetat aus

Donnerstag, 07. September 2017
Die Allianz verabschiedet sich nun vollständig vom Leadagentur-Konzept
Die Allianz verabschiedet sich nun vollständig vom Leadagentur-Konzept
Foto: Allianz
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Allianz Agenturmodell Ogilvy WPP Jorge Teixeira


Nach den Veränderungen im Agenturmodell hat es sich bereits angekündigt. Jetzt ist es soweit: Die Allianz schreibt ihren Werbeetat für den deutschen Markt aus. Das bestätigt ein Konzernsprecher auf Anfrage. Von dem Schritt betroffen ist der bisherige Etathalter Ogilvy & Mather in Düsseldorf. Die WPP-Tochter war bislang als internationale Leadagentur an Bord, hat diesen Status aber inzwischen verloren.

"Das Konzept einer Leadagentur entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an die vielfältigen Kommunikationsaufgaben eines Unternehmens. Die zunehmende Ausdifferenzierung von Kanälen und Inhalten sorgt für eine Komplexität, die nur vom Unternehmen selbst gesteuert werden kann", teilt der Allianz-Sprecher mit. Aus diesem Grund arbeite man nicht mehr mit einem einzelnen Agenturnetzwerk zusammen, sondern mit einer größeren Anzahl von Spezialisten, die man selbst koordiniere.


Bereits im Juni hatte der Konzern angekündgt, sich für weitere Agenturpartner zu öffnen. Damals hieß es allerdings noch, dass Ogilvy internationale Leadagentur bleibe. Von diesem Modell hat man sich jetzt komplett verabschiedet. Die einzelnen Märkte sollen nun - in Abstimmung mit der Zentrale - stärker selbst entscheiden können, mit welchen Agenturen sie zusammenarbeiten wollen. Von den vereinfachten Standards erhofft man sich nicht zuletzt eine höhere Flexibilität.

Das jetzt gestartete Auswahlverfahren betrifft zunächst den Bereich klassische Werbung und gilt für den deutschen Markt. "Die Ausschreibung wird uns dabei helfen, das beste Setup zu finden, wie uns Agenturen und Netzwerke global und national unterstützen können", so das offizielle Statement des Unternehmens. Welche Agenturen an dem Pitch teilnehmen, ist bislang nicht bekannt. Für Etathalter Ogilvy ist die Entscheidung ein Rückschlag. Nach dem Etatgewinn 2014 hatte die Agentur ein internationales Team für den Kunden in Düsseldorf aufgebaut. Dessen Kreativkopf Jorge Teixeira war vor kurzem zu BBDO gewechselt.

Die deutsche Ogilvy-Gruppe stellt sich derzeit neu auf - nach den Vorgaben des internationalen Networks. Die Struktur soll vereinfacht werden. So will man künftig nur noch mit der Dachmarke Ogilvy auftreten. Der bisherige Deutschland-Chef Ulrich Klenke hat die Agentur im Juli verlassen. Seitdem steht ein fünfköpfiges Managementteam an der Spitzemam   

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