"Vernarrt darin" Was Achtung-Chef Mirko Kaminski zum Social-Media-Jünger macht

Mittwoch, 27. August 2014
Achtung-Chef Mirko Kaminski ist begeisterer Youtube-Blogger (Foto: Achtung)
Achtung-Chef Mirko Kaminski ist begeisterer Youtube-Blogger (Foto: Achtung)
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Es gibt Agenturchefs, die in den sozialen Medien eher bescheiden bis gar nicht auftreten. Und es gibt solche, die sich selbst als Marke begreifen, extrem stark kommunizieren und tagtäglich sirenengleich aus allen digitalen Rohren schießen. Mirko Kaminski von Achtung gehört zur zweiten Gattung. Warum das so ist, erzählt er hier.
Vor zwei Wochen stand ich am Taxistand vorm Düsseldorfer Flughafen. Ein Mann kam auf mich zu: "Sie sind der mit den Youtube-Videos vorm Regal, richtig? Sollten uns mal auf einen Kaffee treffen." Wir tauschten die Visitenkarten. Auf seiner stand: Marketing Director. Oben rechts das Logo einer bekannten Marke. Das passiert mir nicht wöchentlich. Es passiert aber ab und zu: Ich werde auf meinen Youtube-Kanal "Auf ein Wort vorm Regal" angesprochen. Wenn mich etwas bewegt, dann stelle ich mein iPhone ins Büroregal, nehme einen Kommentar auf und veröffentliche das Video auf Youtube. Bloggen tue ich dagegen nicht. Schreiben dauert mir zu lange. Auf Facebook und Google+ teile ich kurz Eindrücke und Fotos. Ich nutze Twitter, stelle Schnappschüsse auf Instagram, poste News auf Xing und LinkedIn. Manchmal drehe und teile ich ein Vine-Video. Ich habe Boards auf Pinterest und natürlich checke ich via App ein, wenn ich irgendwo bin.

Meine Gründe? Zum einen erlebe ich unmittelbar, was gerade passiert, wie sich Mechaniken und Plattformen entwickeln. Ich spüre Trends. Komme selbst auf Ideen. Zudem: Ich gebe möglichen Bewerbern und auch potenziellen Kunden die Möglichkeit, quasi in die Agentur "hineinzuschauen". Und auch, den Inhaber direkt zu erleben. Ich mache in Agenturmeetings Bilder und teile sie. Und ich veröffentliche ein Foto oder auch Vine-Video, wie ich gerade auf Fehmarn angele.

Aber der wichtigste Grund für mein Social-Media-Engagement ist: Ich liebe es. Während meines Studiums in Kiel war ich nebenbei Radioreporter und -moderator. Ich war vernarrt darin, Menschen zu unterhalten, sie zu bewegen, Reaktionen auszulösen. Das Social Web gibt mir nun seit ein paar Jahren alle Möglichkeiten, mein eigener Programmdirektor auf unterschiedlichen Frequenzen zu sein.

In mittlerweile jeder vierten Initiativbewerbung nehmen Kandidaten Bezug auf meine Social-Media-Aktivitäten. Die Agentur hat darüber Kunden und Kooperationspartner gewonnen. 20 Minuten täglich nehmen meine persönlichen Social-Media-Aktivitäten in Anspruch. Meine Erfahrung: Es ist ein gutes Investment, dessen ROI die verschiedensten Formen hat. Einer davon ist Spaß.

Dieser Artikel ist zuerst erschienen im Dmexco-Extra "Digitalmarketing" von HORIZONT, das Sie hier kostenlos herunterladen können.
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