Verbandsposse Commclubs Bayern und Kommunikationsverband trennen sich wieder

Freitag, 11. April 2014
Vizepräsident Christian Hisch (r.) legt alle Ämter nieder (Foto: Kommunikationsverband)
Vizepräsident Christian Hisch (r.) legt alle Ämter nieder (Foto: Kommunikationsverband)

Das war wohl nichts. Die Fusion von Kommunikationsverband und Commclubs Bayern hat nicht mal zehn Tage gehalten. Nachdem Ende März bei einer gemeinsamen Mitgliederversammlung die Integration des Regionalverbands und die Gleichstellung seiner Mitglieder beschlossen wurde, gibt es jetzt die Rolle rückwärts. Die Commclubs Bayern widerrufen ihren Beitritt und wollen nicht Teil des Kommunikationsverbands sein. Als Konsequenz daraus tritt Christian Hirsch mit sofortiger Wirkung von allen Ämtern in beiden Verbänden zurück. Was zum Stimmungswandel bei den Commclubs geführt hat, ist nicht offiziell bekannt. Offenbar war ihr Präsidium aber nicht bereit, die gefassten Beschlüsse zu akzeptieren. Stein des Anstoßes ist wohl, dass der Ressortzuschnitt und die personelle Besetzung des Bundesvorstands nicht den Vorstellungen der Bayern entspricht. Dem Vernehmen nach hatten sie sich mehr Posten erwartet als nur den des Vizepräsidenten. Darüber hinaus halten die Commclubs die Wahlgänge und die kurzfristig vorgenommenen Satzungsänderungen für rechtswidrig. Bei der Versammlung war es chaotisch und teilweise feindselig zugegangen.

Bei einer außerordentlichen Präsidiumssitzung der Commclubs in dieser Woche wurde nunmehr der Rücktritt vom Beitritt erklärt. Dabei hat sich eine Mehrheit gegen Präsident Hisch gestellt, der trotz Kritik an dem Verlauf und den Ergebnissen der Bundesversammlung an der Fusion festhalten wollte. Nachdem er dafür keine Rückendeckung von den Kollegen bekam, hat er die Konsequenzen gezogen ist von allen Ämtern zurückgetreten. Wie es jetzt weitergeht, ist noch unklar. Jamal Khan, frisch gewählter Chef des Kommuikationsverbands, prüft derzeit, wie man mit der neuen Situation umgeht. Gemeinsam mit dem Vorstand erarbeitet er derzeit eine neue Marschroute für den Verband.

Die Fusion von Kommunikationsverband und Commclubs Bayern stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Auf beiden Seiten gab es heftige Gegner eines Mergers. Strittige Punkte waren unter anderem die Finanzen sowie der Umgang mit den Awards. Nach dem Rückzug der Commclubs reuziert sich die Zahl der Verbandsmitglieder von etwa 550 auf rund 400. Dem Vernehmen nach gibt es das Angebot der Bayern, eine Einzelfirmenmitgliedschaft aufrechtzuerhalten. Ob es dazu kommt, bleibt abzuwarten. Im Moment sieht es kaum danach aus. Die Verbände liegen weiter auseinander als vor dem geplanten Zusammenschluss. mam         
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