Verbände Media-Lobby OMG will sich vom GWA emanzipieren

Donnerstag, 17. Oktober 2013
OMG-Sprecher Hans-Georg Stolz
OMG-Sprecher Hans-Georg Stolz

Seit Jahren ist das Thema virulent, jetzt scheint sich etwas zu bewegen. Die Organisation der Mediaagenturen im GWA (OMG) nabelt sich vom Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA ab, dessen Kürzel sie bislang im Namen trägt. Auf der neuen Homepage der Mediaagentur-Lobby fehlt dieser Zusatz. Zudem ist die OMG, die bislang in Frankfurt unter einem Dach mit dem Schwesterverband saß, in eigene Büroräume gezogen. Von einer Trennung will OMG-Sprecher Hans-Georg Stolz allerdings nichts wissen. Stattdessen weist er darauf hin, dass die Interessenvertretung der Mediaagenturen schon immer unabhängig vom GWA agiert habe und eigenständig im Vereinsregister eingetragen sei. Mit der Streichung des Namenszusatzes wolle man lediglich dem Eindruck begegnen, dass es sich bei der OMG um einen Tochterverband des GWA handele. Den formalen Beschluss soll die Mitgliederversammlung des Mediaagenturverbands in der kommenden Woche fassen.

Die OMG war Ende 1999 unter dem Dach des GWA gegründet worden. Die Satzung sieht die Präsenz eines Vorstands in der Führung des jeweils anderen Verbands vor. Umgesetzt wurde das zuletzt kaum noch. Das Verhältnis von Mediaagenturen und Werbeagenturen gilt als angespannt. Die Interessen haben sich immer weiter auseinanderentwickelt genauso wie die Frage, wer eigentlich das Sagen hat. Während sich die Werber in der Regel als die Hüter der Marke positionieren, beanspruchen die Mediaagenturen nicht zuletzt aufgrund ihrer Schlüsselrolle bei der Verteilung der Werbegelder die strategische Führung. mam
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