Verbände Benjamin Minack soll GWA-Präsident werden

Dienstag, 26. September 2017
Ressourcenmangel-Chef Benjamin Minack soll beim GWA die Nachfolge von Präsident Wolf Ingomar Faecks antreten
Ressourcenmangel-Chef Benjamin Minack soll beim GWA die Nachfolge von Präsident Wolf Ingomar Faecks antreten
© GWA

Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA steht vor einem Führungswechsel. Der seit vier Jahren amtierende Präsident Wolf Ingomar Faecks tritt nicht für eine weitere Periode an. Zu seinem Nachfolger sollen die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung Anfang November Benjamin Minack wählen, den Chef der Agentur Ressourcenmangel aus der Hirschen Group.

Minack gehört dem GWA-Vorstand bereits als Verantwortlicher für das Ressort Politik an. Mit seiner Nominierung wolle man sicherstellen, "dass der eingeschlagene Weg ständiger Relevanzsteigerung insbesondere im politischen Engagement und der Nachwuchssicherung" fortgesetzt werde, schreibt Amtsinhaber Faecks in einer Mail an die Mitgliedsagenturen. Er selbst will nach insgesamt sechs Jahren im Vorstand, davon vier als Präsident, nicht mehr für ein Spitzenamt im Agenturenverband kandidieren. Im Hauptberuf führt Faecks die Digitalagenturgruppe Sapient Razorfish, für die er auch internationale Aufgaben wahrnimmt.


Zusammen mit Faecks werden ebenfalls aus dem Führungsgremium des GWA ausscheiden: Marianne Heiss (BBDO), Julia von Winterfeldt (Soulworx), Christian Rätsch (Saatchi & Saatchi), Raphael Brinkert (Jung von Matt) und Ulrich Klenke (zuletzt Ogilvy). Weiter an Bord bleiben Nina Rieke (DDB), Michael Trautmann (Thjnk), Thomas Eickhoff (Grabarz & Partner), Wolfgang Pachali (Wefra), Michael Maschke (Publicis Communications), Jörg Dambacher (RTS Rieger Team), Tobias Spörer (Elbkind) und Lukas Dudek (Taste). Gespräche mit weiteren Vorstandskandidaten laufen.

Die Nominierung von Minack kann durchaus als Überraschung gelten. Beobachter hatten eher damit gerechnet, dass Thjnk-Chairman Michael Trautmann die Nachfolge von Faecks anstrebt. Der jetzt vorgeschlagene Chef der Agentur Ressourcenmangel gilt als gut im politischen Berlin vernetzt, in der Marketing- und Werbebranche gehört er allerdings nicht zu den bekanntesten Akteuren. Bemerkenswert ist darüber hinaus, dass die Ressourcenmangel-Schwester Zum goldenen Hirschen sich lange Zeit auch darüber positioniert hat, nicht Mitglied im Branchenverband zu sein. mam

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