Vandalismus So cool reagiert DDB auf ein übermaltes Blush-Plakat

Freitag, 21. Juli 2017
In einer Nacht-und-Nebel-Aktion revanchierte sich DDB bei dem Vandalen
In einer Nacht-und-Nebel-Aktion revanchierte sich DDB bei dem Vandalen
Foto: DDB

Vor einer Woche berichtete HORIZONT Online über das Plakat der Wäschemarke Blush, das der neue Kreativ-Partner DDB Berlin anlässlich des Pride Festivals in der Hauptstadt entwickelt hatte. Es zeigt ein männliches Model in Dessous und trägt den Titel "For every women. We mean every". Einem Passanten gefiel das tolerante Motiv offenbar gar nicht: Er machte das Plakat mit weißer Farbe unkenntlich. Innerhalb weniger Stunden revanchierte sich DDB mit einer coolen Sprayer-Aktion.
Das Motiv zum Pride Festival ist die erste DDB-Arbeit für Blush
Das Motiv zum Pride Festival ist die erste DDB-Arbeit für Blush (Bild: DDB)

Wann der Vanadale Hand an das Plakat vor dem Soho House in Berlin Mitte legte, ist nicht klar. Als Blush und die Agentur informiert wurden, stand für DDB jedoch fest, dass sofort reagiert werden muss, erklärt ein Sprecher der Agentur gegenüber HORIZONT Online. Und das passierte im "Berlin Style": Innerhalb von 24 Stunden nach der "Tatzeit" machte sich DDB selbst an dem Plakat zu schaffen und sprayte die Botschaft  "For the last 5 days we, at Blush Berlin, portrayed here a man wearing lingerie in honour of pride week. Sadly, someone tried to censor us. Honey, we're in 2017." darauf. 
Nachdem ein Passant das Plakat mit weißer Farbe zensiert hat, war vom Motiv nichts mehr zu sehen
Nachdem ein Passant das Plakat mit weißer Farbe zensiert hat, war vom Motiv nichts mehr zu sehen (Bild: DDB)
Besonders tragisch: Während der nächtlichen Revanche-Aktion wurden die DDB-Mitarbeiter selbst von der Polizei für Vandalen gehalten. Nach eingehender Prüfung wurde die Aktion aber als gut bewertet, erklärt der DDB-Sprecher.
DDB berichtet, dass viele Passanten auf die Revanche aufmerksam werden
DDB berichtet, dass viele Passanten auf die Revanche aufmerksam werden (Bild: DDB)
Wer das Plakat weiß überstrichen hat, steht offenbar nicht fest. "Ein Bekennerschreiben gibt es nicht", schmunzelt der Sprecher. Er berichtet davon, dass viele Passanten nun auf die Aktion aufmerksam werden und dass sie auch im Netz die Runde macht. Unter anderem postete der Blog "Mit Vergnügen" das neu gestaltete Plakat auf Instagram und erklärt in den "Stories" die Hintergründe. Für Blush dürfte sich der Ärger trotzdem lohnen: In jedem Fall hat es die Wäsche-Marke wieder einmal geschafft, mit ihren Motiven für Furore und Provokation zu sorgen. bre

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