Umfrage Shitstorms und bohrende Fragen von Journalisten lassen PR-Profis kalt

Mittwoch, 15. Oktober 2014
Inhaltliche Fehler - womöglich samt Anpfiff - fürchten PR-Profis am meisten
Inhaltliche Fehler - womöglich samt Anpfiff - fürchten PR-Profis am meisten
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Palmölskandal Nestlé Faktenkontor Umfrage ADAC


Wer da denkt, dass ein Shitstorm à la Palmölskandal bei Nestlé den GAU eines jeden PR-Profis bedeuten würde, der irrt gewaltig. Auch bohrende Fragen von Journalisten können die Kommunikationsexperten des Landes nur bedingt aus der Ruhe bringen. Viel schlimmer ist für sie, wenn sie bei der Arbeit für ihre Auftraggeber selbst inhaltliche Fehler machen. Schließlich kann ein dicker Fauxpas – siehe ADAC – bisweilen mit persönlichen Konsequenzen wie dem Rausschmiss verbunden sein.

41 Prozent der Mitarbeiter von PR- und Kommunikationsabteilungen sind der Meinung, dass ihre Chefs diese inhaltlichen Fehler am meisten fürchten. Das ergab eine Umfrage der Hamburger dpa-Tochter News Aktuell und der ebenfalls in Hamburg ansässigen PR-Agentur Faktenkontor. Mittels einer Online-Befragung haben 536 PR-Schaffende die Frage beantwortet: Welches sind die drei größten Ängste von Kommunikationschefs?

Kommunikationschefs fürchten bei ihrer Arbeit vor allem inhaltliche Fehler
Kommunikationschefs fürchten bei ihrer Arbeit vor allem inhaltliche Fehler (Bild: Grafik: obs/news aktuell/Sebastian Könnicke)
38 Prozent deren Mitarbeiter sind der Meinung, dass dazu auch das Versagen in der Krisenkommunikation gehört. Platz drei im Albtraum-Ranking der PR-Strategen belegt vom Vorstand oder der Geschäftsführung schlichtweg übergangen zu werden. Ist ja auch nicht schön, wenn man wichtige Informationen aus der Vorstandsetage erst über die Presse erfahren muss. Besagte Shitstorms, die binnen Stunden über ein Unternehmen im Internet hereinbrechen können, fürchten indes gerade mal ein Viertel der PR-Profis (24 Prozent) und generell zu wenig wissen ist für 22 Prozent der Umfrageteilnehmer ein Angstthema ihrer Chefs. Das gilt auch in puncto „Vorstand oder Geschäftsführung blamieren“.

Eher Peanuts sind hingegen für die Spin-Doctors die Angst vor mangelnder Eloquenz (7 Prozent), die bohrenden Fragen von Journalisten (6 Prozent) und last but not least sichtbares Lampenfieber (5 Prozent). Die Online-Umfrage zu diesem Thema fand schon im April statt. Jeder Teilnehmer konnte mehrere Punkte ankreuzen. ejej

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