Umbau UDG-Chefin will die Dachmarke stärken

Donnerstag, 30. Januar 2014
Jessica Peppel-Schulz steht an der Spitze von UDG (Foto: Agentur)
Jessica Peppel-Schulz steht an der Spitze von UDG (Foto: Agentur)

Die United Digital Group (UDG) will künftig geschlossener auftreten. Dazu verpasst CEO Jessica Peppel-Schulz dem aus neun Einzelagenturen bestehenden Agenturverbund eine neue Struktur. Um besser gemeinsam agieren zu können, soll die Dachmarke in den Vordergrund rücken. Die Holding, die bislang vor allem koordinatorischen Charakter hatte, wird künftig auch inhaltlich arbeiten und Kunden ganzheitlich betreuen. Was das für die einzelnen Agenturen heißt, die bislang unter dem Dach von UDG stehen, muss sich zeigen. Es ist davon auszugehen, dass im Zuge der Neuaufstellung die eine oder andere Marke verschwinden wird. Gleichzeitig betont die Gruppe in einer Mitteilung, dass man an allen bisherigen Standorten vertreten bleiben und das komplette Leistungsspektrum sämtlicher Spezialeinheiten anbieten werde - mit welchen Agenturmarken, wird allerdings offen gelassen.

UDG war vom früheren Pixelpark-Chef Michael Riese im Jahr 2011 gegründet worden, mit Unterstützung des schwedischen Finanzinvestors EQT. Vollmundig wurde schnell das Umsatzziel von 100 Millionen Euro ausgerufen. Zum Start meldete UDG bereits 89 Millionen, musste später allerdings einräumen, dass darin Mediaumsätze enthalten waren. Im aktuellen Internet-Agenturranking weist UDG einen Honorarumsatz von 53 Millionen Euro aus. Damit liegt der Verbund, zu dem Agenturen wie Bassier, Bergmann & Kindler, KMF Werbung, Jaron und SF eBusiness gehören, auf Platz 1 der Rangliste.

CEO Peppel-Schulz ist bereits der dritte Chef in der vergleichsweise jungen Firmengeschichte. Nach Gründer Michael Riese stand Ex-BBDO-Manager Dominik Fassl an der Spitze. Er ist heute für Jung von Matt tätig. mam
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