US-Etat Stammbetreuer KBS verzichtet auf die Teilnahme am BMW-Pitch

Freitag, 08. Dezember 2017
BMW schreibt den US-Etat aus - Etathalter KBS nimmt nicht teil
BMW schreibt den US-Etat aus - Etathalter KBS nimmt nicht teil
© Daniel Gast / PIXELIO

2018 wird es im wichtigen US-Markt einen Wechsel der Werbeagentur von BMW geben. Der langjährige Etathalter KBS hat sich entschieden, nicht an dem vor kurzem gestarteten Pitch teilzunehmen. Das geht aus einer E-Mail von CEO Guy Hayward an die Mitarbeiter hervor, aus der das US-Fachblatt "Adweek" zitiert.
Ende Oktober war bekannt geworden, dass BMW seinen Werbeetat im nordamerikanischen Markt ausschreibt. Berichten zufolge soll der Autobauer Pläne verfolgen, auch in dieser Region nicht mehr nur auf eine große Werbeagentur zu setzen, sondern mit zwei Partnern zusammenzuarbeiten - ähnlich wie es der Konzern für seine Marke Mini bereits tut. Hier kümmern sich Pereira & O'Dell sowie 360i um das US-Mandat. Im Rennen um den BMW-Werbeetat sollen aktuell Agenturen wie Droga 5, Wieden + Kennedy, Anomaly und Goodby Silverstein sein.
Der Vertrag von KBS läuft noch bis Ende Juni 2018. Die Agentur ist seit zwölf Jahren für den Autokunden tätig. 2011 konnte sie sich bei einer Überprüfung unter anderem gegen Grey und The Martin Agency durchsetzen. Warum KBS sich entschlossen hat, jetzt nicht zur Verteidigung des Mandats anzutreten, ist nicht bekannt. Aus dem Umfeld von BMW war zuletzt aber zu hören, dass man nach einigen Personalwechseln auf Agenturseite nicht mehr hundertprozentig glücklich mit der Partnerschaft sei.

Welche Auswirkungen der Schritt auf das internationale Agenturmodell und die Zusammenarbeit mit den deutschen Agenturen Serviceplan und Jung von Matt hat, muss man abwarten. In der Regel lässt BMW seine wichtigsten Agenturpartner für internationale Einführungskampagnen gegeneinander antreten. Dabei war meist auch KBS im Rennen. Die Serviceplan-Gruppe baut seit einiger Zeit ihre internationalen Aktivitäten aus. Auch die USA stehen in diesem Zusammenhang auf der Agenda von CEO Florian Haller. Der dortige BMW-Pitch dürfte für Serviceplan aber wohl noch zu früh kommen. mam
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