Troy Bräu Jung von Matt feiert eigenes Agenturbier mit kollektivem "plopp"

Mittwoch, 27. August 2014
Die Bierkästen wurden in den Elbewerkstätten in Hamburg gezimmert (Fotos: JvM)
Die Bierkästen wurden in den Elbewerkstätten in Hamburg gezimmert (Fotos: JvM)

Drei Monate mussten die Planner Anke Strunz, Christoph Korittke und ihr Agenturkollege Gero Quast bei Jung von Matt (JvM) auf ihr Bier warten. Eine bange Zeit des Abwartens, stets verbunden mit der alles entscheidenden Frage: Wird unser erster selbstgebrauter Gerstensaft genießbar sein? Schließlich ging es um knapp 500 Liter Troy Bräu, das sie endlich ihren Kollegen kredenzen wollten.
Vergangenen Freitag sollte der Abend der Wahrheit sein und bis zum kollektiven "plopp" waren die Nerven des Brauer-Trios merklich angespannt. Doch als der erste erlösende Schluck durch die Kehlen der versammelten Kollegen floss, fiel alle Last von ihnen ab. Das Troy Bräu schmeckte wie es schmecken sollte: Dezent malzig, mit einer Grapefruit-Note im Abgang, leicht cremigem Schaum und einer Farbe wie dunkler Bernstein. Den Geschmack von CEO Peter Figge trifft dieses obergärige Pale Ale zwar nicht so ganz, da er lieber herbere Biersorten mag, aber trinkbar war für ihn das Troy Bräu allemal.
CEO Peter Figge (2.v.l.) mit dem Brauer-Trio kurz vor dem ersten Schluck
CEO Peter Figge (2.v.l.) mit dem Brauer-Trio kurz vor dem ersten Schluck
Der Agenturchef ließ es sich zuvor auch nicht nehmen, den Verlauf des Bier-Projekts zu kommentieren, das heimlich im Aktenschrank der Planner begann. "Dann gab es irgendwann eine riesen Sauerei", erzählt Figge und Korittke muss einräumen, dass die ersten Abfüllversuche suboptimal liefen. Trotzdem konnten er und seine Brau-Kollegen sowohl den CEO als auch den Finanzchef Ulrich Pallas von ihrem Plan für ein eigenes Agenturbier überzeugen.

Handarbeit: Brauerin und Plannerin Anke Strunz versiegelt die Bügelflaschen
Handarbeit: Brauerin und Plannerin Anke Strunz versiegelt die Bügelflaschen
"Heimat hat sein Olivenöl, Mother eine eigene Wurst, Kolle Rebbe macht Seife und wir haben jetzt unser eigenes Bier", sagt Korittke. 800 Flaschen hat die erste Produktion ergeben und JvM wäre nicht JvM, wenn die Verpackung nicht bis aufs letzte Detail dem Corporate Design entsprechen würde. Da es keine Bügelflaschen in dem typischen JvM-Grün mit leichtem Türkiseinschlag gibt, wurden handelsübliche Flaschen zusätzlich mit Silber bedampft. Das Etikett ist das Siegermotiv eines internen Wettbewerbs und die Holzkisten wurden in den Hamburger Elbewerkstätten angefertigt und mit einem Brenneisen im wahrsten Sinne des Wortes wie eine Kuh im wilden Westen mit dem trojanischen Pferd gebranded.

Dieses Engagement überzeugte sowohl Figge als auch Pallas, der bereits den Etat für den nächsten Braueinsatz bewilligt hat. Im September wird es wieder so weit sein, dieses Mal allerdings in einer Privatbrauerei in Hamburg-Stellingen. Bis zur Weihnachtsfeier soll der Troy-Gerstensaft dann fertig sein. ejej
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