Tiere in Menschenhaut Ogilvy China inszeniert makabre Modenschau für Peta

Donnerstag, 26. November 2015
Dieser verstörende Rpck aus menschlichen Händen wird von einem Fuchs getragen
Dieser verstörende Rpck aus menschlichen Händen wird von einem Fuchs getragen
Foto: Peta / Screenshot Youtube

Menschen tragen Leder und andere tierische Materialien als Kleidung am Körper, auch auf Modenschauen. Die Tierrechtsorganisation Peta will dagegen protestieren - und dreht in einem neuen Kampagnenvideo die Rollen zwischen Mensch und Tier kurzerhand um.
Das computergenerierte, von Ogilvy & Mather in Peking produzierte Video zeigt, wie Tiere über den Laufsteg stolzieren, die in menschliches Fleisch und Haut gehüllt sind - für den Zuschauer ist das allerdings nur schwer zu erkennen. Dazu läuft der Song "Free the Animal" der australischen Sängerin Sia, die Peta die Rechte an dem Stück für die Kampagne explizit eingeräumt hat. Nach etwa anderthalb Minuten schlägt die bis dahin recht heitere Stimmung des Vidoes um - denn die Kamera wandert in den Backstage-Bereich, wo die Kreaturen kauern, von denen die Materialien für die Kleidungsstücke stammen. Peta hat den Launch des Videos bewusst gewählt: Die Vorweihnachtszeit ist für die Modeindustrie eine äußerst lukrative Zeit. Die NGO bemängelt, dass nach wie vor viele Tiere für die Herstellung von Kleidung leiden müssten. Auf Paid Media verzichtet Peta bei der Verbreitung allerdings - vielmehr soll die prominente Fürsprecherin für öffentliches Interesse sorgen: "Tierfreundliche vegane Mode ist beliebter denn je. Diese Entwicklung zeigt, dass sich die öffentliche Meinung zum Töten von Tieren zur Gewinnung ihrer Häute ändert", lässt sich Sia in einer Peta-Mitteilung zitieren.

Normalerweise setzt Peta bei Promi-Kampagnen auf nackte Haut: Erst im Frühjahr 2015 hatte sich die Popsängerin Pink für Peta ausgezogen, um gegen das Tragen von Pelz zu demonstrieren. Anlass war seinerzeit die New York Fashion Week. Anders als sonst platzierte Peta die Kampagne auch außerhalb sozialer Netzwerke - nämlich per Riesenposter zwischen Times Square und Broadway. ire
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