Thyssen-Krupp Der neue Markenauftritt von Thjnk

Donnerstag, 19. November 2015
Thyssen-Krupp präsentiert sich in neuem Erscheinungsbild
Thyssen-Krupp präsentiert sich in neuem Erscheinungsbild
Foto: Thyssen-Krupp
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Das Traditionsunternehmen Thyssen-Krupp verpasst sich einen neuen Markenauftritt - den ersten grundlegend überarbeiteten seit der Fusion von Thyssen und Krupp im Jahr 1999. Deutlich wird das unter anderem an einem veränderten Logo, einer neuen Schreibweise des Konzernnamens und dem neuen Claim "engineering. tomorrow. together." Den Auftritt hat die Agentur Thjnk zusammen mit ihrer Design-Tochter Loved entwickelt.
Ziel ist es, den Wandel vom traditionellen Stahlunternehmen zum breit aufgestellten Industriekonzern zu unterstreichen. "Thyssen-Krupp hat sich in den vergangenen Jahren nachhaltig verändert. Wir sind heute ein anderes Unternehmen. Wir sind diversifizierter und damit stabiler geworden", sagt Vorstandschef Heinrich Hiesinger. Bei seinem Amtsantritt vor vier Jahren steckte der Konzern wegen Fehlinvestitionen und Missmanagement in einer schweren Krise. Inzwischen ist Thyssen-Krupp auf dem Weg der Besserung.
So sah das alte Logo aus ...
So sah das alte Logo aus ... (Bild: Thyssen-Krupp)
In dem neuen Logo wird der bislang oben stehende Stahlbogen von Thyssen in die drei Radreifen von Krupp integriert. Zudem schreibt sich der Konzern selbst künftig ohne Versalien und Koppelung "thyssenkrupp". Damit soll die vollständige Integration beider Konzernteile und ihre Augenhöhe deutlich werden. Aktuell gibt es in dem Stahl- und Industriekonzern 180 verschiedene Markenauftritte nebeneinander. Mit der neuen Dachmarke wollen die Verantwortlichen ein einheitliches Bild bei Kunden, Mitarbeitern und in der Öffentlichkeit schaffen. Als Basis diente eine von McKinsey durchgeführte Umfrage, bei der Thyssen-Krupp vor allem mit dem Kernwert Ingenieurskunst punkten konnte.

... und so sieht das neue aus
... und so sieht das neue aus (Bild: Thyssen-Krupp)
Thjnk hatte sich das Mandat im vorigen Jahr nach einem Pitch gesichert, an dem sich dem Vernehmen nach unter anderem Jung von Matt, Interbrand, die BBDO-Gruppe und eine Markenberatung aus England beteiligten. Eine große Werbekampagne wird es zum Start des Markenauftritts nicht geben – mit Rücksicht auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns. Insgesamt investiert Thyssen-Krupp einen mittleren einstelligen Millionenbetrag in den Auftritt. mam

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