Telefónica Publicis macht das Rennen im globalen Mediapitch

Freitag, 04. Juli 2014
In der deutschen O2-Zentrale in München bleibt alles wie gehabt (Foto: O2)
In der deutschen O2-Zentrale in München bleibt alles wie gehabt (Foto: O2)


Der internationale Mediapitch des Telekommunikationsanbieters Telefónica ist entschieden. Wie die Konzernzentrale in Madrid mitteilt, wurde mit der französischen Publicis-Gruppe ein Vertrag mit einer Laufzeit von fünf Jahren geschlossen. Damit bleibt zumindest im europäischen Raum alles wie gehabt, wo die Publicis-Mediatochter Zenith seit 2011 für Telefónica mit seiner Marke O2 arbeitet. Das gilt auch für den deutschen und britischen Markt.
Insgesamt betraf der internationale Media-Review 16 Länder, wobei alle einzelnen Länderchefs in den Entscheidungsprozess eingebunden gewesen seien. Insgesamt hatte Telefónica sechs weltweit operierende Medianetzwerke zu der Wettbewerbspräsentation eingeladen. Vier nahmen teil und das waren: Dentsu Aegis Network, Havas Media Group, Publicis und der Group M-Mutterkonzern WPP. Wie hoch der Gesamtetat ist, ist nicht bekannt. In Europa wird er auf 240 Millionen Euro geschätzt.

Arena von Havas und Mindshare aus der Group M werden nur noch bis Ende des Jahres ihre Mandate in Spanien beziehungsweise Argentinien behalten. Ausdrücklich bedankt sich der Telekommunikationskonzern bei diesen beiden Medianetworks, die in diesen Märkten eine "gute Performance und professionelle Fähigkeiten gezeigt haben."

Laut Unternehmensangaben war der Pitch Teil der Transparenz-Politik von Telefónica und lief über fünf Monate mit dem Ziel, den besten Partner für eine globale Lösung für die gesamte Gruppe zu finden. "Mit allen damit verbundenen Kostenersparnissen", wie es in der Pressemitteilung weiter heißt. Trotz des geplatzten Mergers mit der New Yorker Agenturholding Omnicom konnten die Publicis-Manager Telefónica offensichtlich ein lukratives und überzeugendes Angebot machen.

Inwieweit dieser Vertrag auch für die Marke E-Plus gelten wird, für deren Übernahme Telefónica unlängst grünes Licht vom EU-Kartellamt bekam, ist nicht bekannt. Der deutsche Mediaetat von E-Plus wird seit vielen Jahren von der Interpublic-Tochter Initiative betreut, aber für die Hamburger steht zu befürchten, dass sie sich von diesem Kunden verabschieden müssen. ejej
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