TV-Moderatorin Susann Atwell gründet PR-Agentur in Hamburg

Dienstag, 10. Oktober 2017
Susann Atwell und ihr Geschäftspartner Carsten Geyer
Susann Atwell und ihr Geschäftspartner Carsten Geyer
© Ivo von Renner

In den 90er Jahren war sie das Boulevard-Gesicht von Pro Sieben, vor einigen Jahren folgte die Privatinsolvenz. Nun will Susann Atwell neu durchstarten: Die 49-Jährige gründet in Hamburg die PR-Agentur für Lifestyle-Brands Atwell Geyer PR. Ihren Moderatoren-Job beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen wird Atwell jedoch beibehalten.
Die neue Firma, die noch nicht im Handelsregister zu finden ist, sitzt in der Hafencity in Hamburg, zwischen den Verlagshäusern Gruner + Jahr und Spiegel. Die Agentur richtet sich an Unternehmen aus Lifestyle-Bereichen wie Fashion, Beauty, Art oder Design. Das Leistungsportfolio umfasst PR, Social Media und Events. "Ich kenne mich mit Lifestyle-Produkten aus, habe meine gesamte berufliche Karriere mit Journalismus zu tun gehabt und will meine Medienerfahrung nun Kunden zur Verfügung stellen", sagt Atwell. Ihr Geschäftspartner ist Carsten Geyer, Geschäftsführer einer Hamburger Marketingagentur. Zusammen könnten sich insgesamt 40 Jahre Agentur- und Medienerfahrung in die Waagschale werfen, so die frisch gebackene Agenturchefin. "Wir können Erfahrung, Medienpräsenz und Agenturkompetenz ideal verbinden und in neue Konzepte umsetzen." Wie Atwell gegenüber HORIZONT Online erklärt, hat die neue Agentur bereits Kunden überzeugen können. Erste Arbeiten sollen noch in diesem Jahr zu sehen sein.

Atwell wurde in den 1990ern als TV-Moderatorin bekannt. Für Pro Sieben moderierte sie ab 1996 Sendungen wie Cinema TV, SAM, Max TV und CinemaxX TV. Dabei berichtete sie auch von den Verleihungen der Golden Globes und den Oscars vor Ort in Los Angeles. Seit 2009 moderiert Atwell für den Hessischen Rundfunk die Magazin-Sendung "Maintower", das wird sie auch weiterhin tun.
Zuletzt war Atwell allerdings weniger wegen ihrer TV-Jobs in den Schlagzeilen: 2010 musste sie Privatinsolvenz anmelden, wie zwei Jahre später öffentlich wurde. "Ich habe viel Geld verdient und gern ausgegeben", erklärte Atwell in diesem Jahr in einem Interview mit der Zeit. "Um endlich Rücklagen zu bilden, habe ich nach der Wende in Ost-Immobilien investiert. Im Laufe der Jahre stellte sich das als Fehler heraus. Mein damaliger Mann und ich hatten uns inzwischen getrennt. Als er in die Insolvenz ging, wurde ich mitgezogen."

Im selben Interview sagte sie auch: "
Ich schaue nicht mehr so optimistisch und gelassen in die berufliche Zukunft." Was sich ändern könnte, wenn es mit ihrer neuen Agentur gut laufen sollte. ire
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