"Süßer Junge" Wie Innocence in Danger und Glow pädophile Täter vor sich selbst schützen

Montag, 23. Februar 2015
Das ist das Startbild des neuesten Videos von Innocence in Danger
Das ist das Startbild des neuesten Videos von Innocence in Danger
Foto: Glow

Heute beginnt im niedersächsischen Verden der Prozess gegen den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy - das Landgericht dort muss klären, ob sich der Angeklagte der Kinderpornografie schuldig gemacht hat oder nicht. Damit es in anderen Fällen gar nicht erst zu dieser Frage kommt, versucht Innocence in Danger mit einer neuen Youtube-Kampagne bereits präventiv einzugreifen.
Dafür hat die Kinderschutzorganisation gemeinsam mit ihrer Agentur Glow ein Video bei Youtube hochgeladen, dass mit dem Titel "Süßer Junge nackt in der Dusche" und einem badenden Kind als Startbild Aufsehen erregt. In der Spot-Beschreibung heißt es: "Kecker kleiner Junge posiert in der Dusche. Super Material in HD. Eigentlich ...". Eigentlich deshalb, weil der 23-sekündige Film statt des erwarteten Inhalts nur den typischen Youtube-Ladebildschirm und unbequeme Fragen bereit hält. So werden potenziell gefährdete Pädophile-Täter eindringlich vor sich selbst gewarnt: Menschen, die von der Vorstellung des nackten Jungen erregt würden, sollten Hilfe suchen, bevor es zu einer Straftat kommt. "Wir wollen mit dem Video klar machen, dass das Anschauen von Missbrauchsabbildungen kein Kavaliersdelikt ist. Wir wollen mögliche Täter und Täterinnen vor sich selbst schützen. Unsere Botschaft: Bitte denken Sie nach und nehmen Sie Hilfe in Anspruch, bevor Sie zum Täter werden", erläutert Julia von Weiler, Vorstand von Innocence in Danger, die Idee hinter dem Onlinefilm. fam
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