Studie von UDG Nur jedes dritte Unternehmen hat eine klare Digitalstrategie

Dienstag, 12. September 2017
Viele Unternehmen tun sich mit der Digitalisierung noch schwer
Viele Unternehmen tun sich mit der Digitalisierung noch schwer
Foto: Sergiy Lysenkov / Colourbox
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Digitalisierung Marcel Vandieken Consulting


Die meisten Führungskräfte sind sich bewusst, dass die Digitalisierung zu tiefgreifenden Veränderungen führt - eine klare Strategie haben bislang allerdings nur vergleichsweise wenige Firmenchefs entwickelt. In vielen deutschen Unternehmen fehlen zudem die notwendigen Ressourcen für den digitalen Wandel. Das geht aus einer Studie der United Digital Group UDG hervor. 
Die Herausforderung ist klar: 73 Prozent aller befragten Führungskräfte erwarten, dass die Digitalisierung zu starken Veränderungen in ihrer Branche führt. 65 Prozent rechnen mit "massiv veränderten Kundenerwartungen". Immerhin sind etwas mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) davon überzeugt, dass sich durch den digitalen Wandel vor allem Chancen für ihr Unternehmen ergeben.  Allerdings haben bislang erst rund ein Drittel der Führungskräfte (37 Prozent) eine klare digitale Vision entwickelt, ebenfalls 37 Prozent haben daraus bereits eine Strategie abgeleitet. Erst jeder vierte Befragte hat die notwendigen Handlungsfelder und Maßnahmen identifiziert. 

Auch bei der Umsetzung hapert es: So glauben 42 Prozent der befragten Führungskräfte und Experten, dass noch nicht alle Mitarbeiter die digitale Vision ihres Unternehmen verstanden hätten, 36 Prozent sind überzeugt, dass sich die Angestellten bei dem Thema nicht mitgenommen fühlen. Jeder Dritte (32 Prozent) gab außerdem an, dass sein Unternehmen nicht über ausreichende Ressourcen für die digitale Transformation verfüge. 

"Die Digital Readiness Study 2017 zeigt deutlich, an welchen Hürden die Umsetzung der digitalen Transformationsstrategie scheitert", erklärt Marcel Vandieken, der als Managing Partner der UDG United Digital Group den Bereich Consulting verantwortet. "Der Kunde ist wichtig, wird aber nicht verstanden. Neue Player kommen auf den Markt und gefährden etablierte Geschäftsmodelle. Firmen geraten unter Druck und beginnen mit Initiativen, ohne zuvor eine klare digitale Vision zu entwickeln und dann die erforderlichen Maßnahmen abzuleiten. Und bei alldem werden die Mitarbeiter häufig auf der Strecke gelassen. Doch nur wenn Unternehmen wissen, wo sie stehen und wo sie hinwollen, kann es ihnen gelingen,  sich nachhaltig für die Zukunft aufzustellen und ihre Mitarbeiter erfolgreich durch den Change zu führen."

Für die Digital Readiness Study befragte UDG 106 Führungskräfte aus großen und mittleren Unternehmen. dh 
Nur eine Minderheit der Unternehmen haben eine klare digitale Vision
Nur eine Minderheit der Unternehmen haben eine klare digitale Vision (Bild: UDG)
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