Studie von Jung von Matt/Sports Was Influencer wirklich antreibt

Donnerstag, 01. Februar 2018
Bibi gehört hierzulande zu den erfolgreichsten Influencern
Bibi gehört hierzulande zu den erfolgreichsten Influencern
© Youtube

Wenn es um die junge Zielgruppe geht, beschäftigt keine Disziplin die Werbungtreibenden aktuell so sehr wie Influencer Marketing. Schließlich locken bei der richtigen Wahl eines Influencers hohe Reichweiten, starkes User-Engagement und Umsatzsteigerungen. Gemeinsam mit der Software-Plattform Brandnew und Facelift veröffentlicht Jung von Matt/Sports jetzt die laut eigenen Angaben größte weltweite Influencer-Studie. Insgesamt wurden 1200 Influencer dazu befragt, was sie auf Instagram, Youtube und Co wirklich antreibt und bewegt.
Die qualitative Studie soll insbesondere einen Einblick darüber geben, was in den Köpfen der Social-Media-Stars wirklich vorgeht und nach welchen Kriterien sie ihre Partnerschaften mit Marken auswählen. "Alle sprechen über Influencer, aber nur wenige wissen, was Influencer wirklich bewegt und antreibt", sagt Toan Nguyen, Partner bei Jung von Matt/Sports und Mitautor der Studie. "Diese Studie zeigt nicht nur Potentiale auf, sondern schützt Marken vor falschen Erwartungshaltungen." Einen weiteren bedeutenden Aspekt, den die Studie aufgreift, ist die Selbstwahrnehmung der Influencer. Dabei erfasst sie auch, wie viel Geld die Befragten mit Markenpartnerschaften verdienen und welche Branche besonders profitieren. Ein Kernergebnis: Influencern geht es bei der Auswahl von Werbepartnern zuvorderst um die Marke und deren Relevanz in der Zielgruppe und erst dann ums Geld, das sie mit der Kooperation verdienen (siehe Grafik).
Bei der Auswahl einer Partnerschaft geht es Influencern erst um die Marke, dann ums Geld
Bei der Auswahl einer Partnerschaft geht es Influencern erst um die Marke, dann ums Geld (© Jung von Matt)
Das bedeutet: Influencer verstehen sich in erster Linie nicht als (Werbe-)Kanal, sondern als eigenständige Marken- und Kreationsmedien. Sie wollen Teil des kreativen Prozesses werden und nicht mehr schlicht ein Produkt präsentieren. 73 Prozent aller Influencer wünschen sich demnach, dass Marken ihnen diese Freiräume geben. Zudem geben 60 Prozent der Befragten an, dass sie in ihrer Rolle als Influencer etwas bewirken wollen. 72 Prozent sagen, dass Geld bei einer Markenkooperation nicht ausschlaggebend ist.

Dazu passt, dass viele Teilnehmer der Studie den Wunsch äußern, mit "Love-Brands" zusammenarbeiten, die ihr eigenes Image aufwerten können. Über 40 Prozent der Befragten geben an, dass die Marke ausschlaggebend für die Entscheidung ist, ob sie ein Kooperationsangebot annehmen.

Die Datenstudie unterstreiche den Trend des Influencer Marketings im Jahr 2018, wie Francis Trapp, Gründer und CEO von Brandnew betont: "Es geht weniger um einzelne kampagnengesteuerte Partnerschaften, sondern viel mehr um langfristige Beziehungen zwischen Marke und Influencer, die Authentizität fördern. Influencer Marketing hat die nächste Evolutionsstufe erreicht." Teja Töpfer, COO und Mitgründer von Facelift ergänzt: "Influencer Marketing wird im Social Media Mix immer wichtiger, aber Unternehmen fragen sich häufig, wie sie konkret die Vorteile für sich nutzen können. Mit diesem Whitepaper geben wir Unternehmen ein wertvolles Werkzeug an die Hand, um erfolgreich zu sein."
Eileen Piskorz
© Fischer-Appelt

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Die gesamte Studie steht auf Deutsch, Englisch und Französisch unter Influencer-Secrets.com zum Download bereit. Zudem gibt es auf der Website ein 20-seitiges Whitepaper, das die Kernergebnisse zusammenfasst. tt
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