Streit um nicht wetterfeste Plakate Agentur klagt gegen SPD

Dienstag, 27. August 2013
SPD-Logo mit aktuellem Claim (Foto: SPD)
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Der Ärger um nicht wetterfeste Öko-Plakate bei der SPD eskaliert: Weil sich die Partei weigert, die bestellten Plakate zu bezahlen, bereitet Silke Lahnsein, Geschäftsführerin bei der verantwortlichen Agentur Kompla, Solingen, jetzt eine Klage vor. Es soll um eine Gesamtsumme von etwa 400.000 Euro gehen. Hintergrund der Angelegenheit sind Schäden an sogenannten "Eco-Wave"-Plakaten in den Wahlkreisen, die während Sturm und Regen im Juli entstanden sind. Die SPD ist der Meinung, die umweltfreundlichen Plakate hielten den Witterungsbedingungen nicht stand - ergo will die Partei für die Produktionskosten nicht wie vereinbart aufkommen, obwohl sie die Plakate längst erhalten hat. Kompla dagegen ist von der Qualität der abbaubaren Papp-Plakate überzeugt, hat ihre Tauglichkeit im Winter selbst eingehend getestet und will die ausstehenden Zahlungen jetzt einklagen. Das berichten "WAZ Online" und "RP-Online" übereinstimmend.

In einem Musterschreiben soll die SPD demnach ihre Ortsvereine angewiesen haben, noch ausstehende Plakatlieferungen zwar anzunehmen, aber nicht zu bezahlen. Die Plakate seien von mangelhafter Qualität und könnten daher nicht für den Wahlkampf verwendet werden. Lahnstein hält dagegen und spricht davon, dass die Plakate nicht sachgerecht aufgestellt worden seien. Um 135.000 Einheiten soll es laut der Kompla-Chefin gehen.

Besonders pikant bei der ganzen Sache: Silke Lahnstein ist als Nichte des früheren Bundesfinanzministers und Kanzleramtschefs Manfred Lahnstein selbst SPD-Mitglied und arbeitet seit Jahren für die Partei. Ob das auch nach der unschönen Auseinandersetzung noch der Fall sein wird? tt
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