Starcom-Mediavest-Manager Iain Jacob "Ohne Story nützt die Technik nichts"

Freitag, 29. August 2014
Iain Jacob gehört dem Global Board der Starcom Mediavest Group an
Iain Jacob gehört dem Global Board der Starcom Mediavest Group an
Foto: Starcom Mediavest

"Auf dem Weg vom Storytelling zum Storybuilding" lautet ein Thema, mit dem Iain Jacob auf der dmexco am 11. September präsent sein wird. Im HORIZONT-Interview erklärt der President Dynamic Markets von Starcom Mediavest, wie Technologie und Kreativität heute zusammengehen müssen, um echte Markenerlebnisse zu kreieren.

Iain Jacob über...

Neue Technologien: "Offen gesagt, für mich ist etwas anderes viel wichtiger: die grundlegende Veränderung des Konsumentenverhaltens innerhalb weniger Jahre, die grundlegende Veränderung der Erwartungen, die Konsumenten an eine Marke haben." Inhalte: "Die Qualität des Contents ist von zentraler Bedeutung. Wenn wir die Botschaft über das Smartphone senden, dann muss zum Beispiel ein Video inhaltlich und technisch dem Standard entsprechen, den der Nutzer eines Smartphones erwartet."

Technik vs. Kreativität: "Wer die Story nicht hat, dem nützt auch die Technik nichts. Aber natürlich ist die Technik wichtig. Nicht als Selbstzweck. Es wird so viel über Big Data geredet, manches ist ziemlich konfus. Es geht nicht einfach darum, möglichst viele Daten zu verarbeiten. Sondern darum, sie zum Sprechen zu bringen. Und da stehen wir noch ganz am Anfang."

Die Stärken von Starcom Mediavest: "Was uns ausmacht: Natürlich haben wir den Anspruch, technologisch führend zu sein, an der Spitze der Innovation zu stehen. Wir erzielen bereits 50 Prozent unserer Umsätze im digitalen Bereich, deutlich mehr als die Wettbewerber. Aber wichtiger als all das ist, was unser Claim sagt: Wir sind die Human Experience Company . Was macht Marken attraktiv für die Menschen, was erwarten die Konsumenten von der Marke das sind die zentralen Fragen. Um sie zu beantworten, müssen wir inhaltliche, kreative und technologischen Kompetenzen zusammenführen. Das ist unsere Stärke."

Google als Bedrohung für die Mediaagenturen: "Ich nehme Google ernst, natürlich. Aber es gibt nicht nur Google, sondern auch Facebook und Twitter und andere, die als Werbeplattformen an Bedeutung gewinnen. Keine Marke ist gut beraten, sich an eine Plattform zu binden. Wenn Sie Ihre Botschaft über Video verbreiten, sind Sie vielleicht bei Facebook besser aufgehoben als bei Google. Und im Übrigen geht die technologische Entwicklung weiter. Es ist ja noch nicht lange her, da hieß es, Facebook hat Mobile verschlafen. Darüber redet kein Mensch mehr. Keine Sorge, für die Mediaagentur gibt es auch in Zukunft genug zu tun."

Das komplette Interview mit Iain Jacob lesen Sie in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe 35/2014.
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