Starcom-CEO Lisa Donohue "Virtual Reality kann traditionellen Medien helfen"

Freitag, 16. September 2016
Lisa Donohue im Video-Interview mit HORIZONT Online
Lisa Donohue im Video-Interview mit HORIZONT Online
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Lisa Donohue Virtual Reality Dmexco Publicis Groupe S.A.


Es gibt sie noch: Die internationalen Top-Manager, die in diesem Jahr das erste Mal auf der Dmexco waren. Lisa Donohue, Global Brand President der Publicis-Media-Tochter Starcom, ist eine von ihnen. An der der Dmexco habe sie besonders die Vielfalt und Dynamik der in Köln vorgestellten Themen fasziniert, so Donohue im Video-Interview mit HORIZONT Online. Vor allem das Thema Virtual Reality hat es ihr angetan. 
Die Möglichkeiten für Marken, neue Formen der Kommunikation mit dieser Technologie zu entwickeln, seien enorm. Nahezu jede Marke könne ihr Storytelling mit VR erweitern, ist Donohue sicher. Zudem seien Cases denkbar, die einen handfesten praktischen Nutzen für die Konsumenten hätten: "Automobilhersteller etwa können Virtual Reality dafür nutzen, um Testfahrten zu simulieren", so die Managerin, die mit Starcom Worldwide Billings in Höhe von mehr als 26 Milliarden Dollar verantwortet.
Doch trotz aller Technologiebegeisterung: Donohue ist keine Agenturvertreterin, die nur Loblieder auf Digitalthemen singt. Auch TV und Print seien heutzutage noch überaus wichtige Kanäle. Ihre Kollegen, die sich gerne kritisch über die traditionellen Medien äußern, rät sich daher, sich zu überlegen, wie sich neue und alte Medien gegenseitig helfen könnten. So sei Virtual Reality in der Lage, althergebrachte Medien zu ergänzen und die dort transportierten Botschaften zu erweitern.
Gleichwohl sieht Donohue die Gefahr, dass die Marketingwelt durch neue Technologien immer komplexer wird. Hier seien insbesondere die Agenturen gefragt: Sie müssten für ihre Kunden die Komplexität der Themen so weit es geht reduzieren. ire
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