Sportsponsoring Warum die Deutsche Bahn zwei Hertha-Spieler nach Sin City schickt

Freitag, 05. Februar 2016
Hertha-Profi Marvin Plattenhardt im Bahn-Trailer
Hertha-Profi Marvin Plattenhardt im Bahn-Trailer
Foto: Deutsche Bahn

Die Deutsche Bahn ist zwar seit der laufenden Saison nicht mehr Trikotsponsor von Hertha BSC, aber immer noch Exklusivpartner des Fußball-Bundesligisten. In dieser Eigenschaft stellt der Konzern etwa die App "HerthaHelden" zur Verfügung, mit der die Fans zusätzliche Informationen zu Spiel und Mannschaft sowie exklusives Behind-The-Scenes-Material abrufen können. Außerdem können die Nutzer damit ihren "Helden des Tages" bestimmen. Um die App zu promoten, hat die Bahn nun einen Teaser produziert - und der ist völlig anders als alles, was man von der Deutschen Bahn kennt.
In dem Spot, der über die sozialen Netzwerke verbreitet wird, huschen die Hertha-Profis Marvin Plattenhardt und Fabian Lustenberger durch ein regnerisches, in schwarz getauchtes Berlin und bekleben die Hauptstadt mit Plakaten von sich selbst - auf diese Weise wollen sie zum "Helden des Tages" gewählt werden. Die Machart des Films hat ein klares Vorbild: Der Kinoblockbuster "Sin City", der in Deutschland im August 2005 startete und mehr als 1,15 Millionen Besucher hatte. Konzipiert und umgesetzt wurde der Film in Zusammenarbeit mit der Agentur Farbfilm, die dem ehemaligen Hertha-Spieler Axel Kruse gehört.
Mit der HerthaHelden-App verfolgt die Deutsche Bahn das Ziel, das Sponsoring bei Hertha BSC mit Inhalt zu füllen und zu aktivieren. Nach dem Wegfall des Trikotsponsorings liegt der Fokus des Konzerns nicht mehr auf Bekanntheitsteigerung, sondern auf der Vertiefung der Beziehung zu den Fans des Hauptstadtclubs. Dabei legt die DB eigenen Angaben zufolge besonderen Wert auf die Generierung von Content und Storytelling.

Die von Scholz & Volkmer realisierte App wird wird in den Social-Media-Präsenzen des Vereins kommuniziert, außerdem ist die Bahn mit mobilen Werbemitteln und Online-Bannern in den digitalen Auftritten der Hertha präsent. Auch im Berliner Olympia-Stadion aktiviert das Unternehmen die Fans, etwa durch digitale Bandenanimationen. ire
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