Sondierungsgespräche Heinz sucht auf globaler Ebene nach neuer Mediastrategie

Freitag, 03. Januar 2014
Heinz verhandelt mit den großen Mediaagenturen (Bild: Unternehmen)
Heinz verhandelt mit den großen Mediaagenturen (Bild: Unternehmen)

Der US-amerikanische Lebensmittelkonzern Heinz, der hierzulande vor allem durch sein Ketchup bekannt ist, ist offenbar weltweit auf der Suche nach einer neuen Mediastrategie. Von einem globalen Mediapitch, der der erste nach zehn Jahren wäre, will der britische Fachdienst "Mediaweek" allerdings nicht sprechen. Vielmehr ist von Gesprächen mit allen großen Mediaagentur-Netzwerken die Rede. Sie sollen schon im vergangenen Dezember begonnen haben und nicht vor April beendet sein. Wie diese Verhandlungen ausgehen, ist ungewiss: die Möglichkeiten reichen von der weltweiten Bündelung des Gesamtetats bei einem Medianetwork oder einer Mediaagenturgruppe bis hin zu einer lokalen Verteilung des Budgets auf verschiedene Dienstleister. Bislang hat sich der US-Werberiese allerdings davor gescheut, international nur mit einem Medianetzwerk zusammenzuarbeiten.

In Europa stehen zum Beispiel seit Juli 2004 die Dentsu-Tochter Vizeum und die Group M-Agentur MEC sowie das Vivaki-Network Zenith auf der Payrole von Heinz. Zenith ist für den deutschen Media-Account verantwortlich, wohingegen Vizeum aus der Aegis-Gruppe Heinz in Großbritannien, den Niederlanden und Portugal betreut. MEC ist wiederum für die Märkte in Italien, Frankreich und Spanien verantwortlich. In Europa dürfte der Mediaetat von Heinz bei geschätzten 50 Millionen Euro liegen und damit deutlich kleiner als der US-Account sein. Dennoch soll die Heinz-Niederlassung in den Niederlanden bei den laufenden Gesprächen mit den Mediaagenturen federführend sein.

Der weltweite Werbeetat, der von Abbot Mead Vickers BBDO in London gehalten wird, ist davon nicht betroffen. ejej
Meist gelesen
stats