Serviceplan Münchner Agenturgruppe exportiert Dachmarke

Freitag, 20. September 2013
Markus Noder (l.) und Florian Haller forcieren das Auslandsgeschäft (Foto: Serviceplan)
Markus Noder (l.) und Florian Haller forcieren das Auslandsgeschäft (Foto: Serviceplan)

Die Serviceplan-Gruppe macht Ernst mit ihrer Ankündigung, sich stärker im Ausland zu engagieren. Die größte inhabergeführte Agentur Deutschlands hat ihren Anteil an der in Russland und Asien aktiven Werbefirma Liquid Campaign auf über 50 Prozent erhöht. Bislang hielt die Münchner Holding eine Beteiligung von 25,1 Prozent. Gleichzeitig stellt die Gruppe sämtliche Auslandsbüros, die bislang unter der Flagge von Liquid Campaign oder der Digitaltochter Plan.Net segelten, auf die Stammmarke Serviceplan um. Damit verbunden ist der Plan, auch im Ausland das Modell "Haus der Kommunikation" zu etablieren. Entsprechende Überlegungen hatte Gruppenchef Florian Haller bereits bei der Präsentation der Jahresbilanz 2012/13 gegenüber HORIZONT bestätigt. Wie an den deutschen Standorten München, Hamburg und Berlin soll die Dreimarkenstrategie mit Serviceplan (Werbung), Plan.Net (Digital) und Mediaplus (Media) unter einem Dach nun auch im Ausland umgesetzt werden. Entsprechende Ableger gibt es bereits in Österreich, der Schweiz, Benelux und Italien. Als Nächstes sollen die Niederlassungen in Dubai, Indien, Südkorea, Russland und China entsprechend ausgebaut werden.

Derzeit ist die Gruppe mit zehn eigenen Niederlassungen im Ausland aktiv. Hinzu kommen Kooperationen mit der britischen Agentur Profero und dem spanischen Anbieter Nostrum. Über die Zusammenarbeit mit diesen Firmen deckt Serviceplan rund 25 Märkte ab, neben Europa vor allem den asiatischen Raum und Lateinamerika. Zu den Kunden, die international betreut werden, gehören BMW, Lufthansa, Fedex, Western Union, Continental und Osram. Insgesamt sind etwa 300 der rund 1600 Serviceplan-Mitarbeiter im Ausland tätig. Im Ende Juli abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die Gruppe rund 8 Prozent ihres Gesamtumsatzes von 218 Millionen Euro außerhalb Deutschlands. Laut Gruppenchef Haller soll sich dieser Anteil spätestens im kommenden Geschäftsjahr auf 15 Prozent erhöhen. Mittel- bis langfristig will der Serviceplan-Frontmann rund die Hälfte der Umsätze im Ausland erzielen.

Um das Geschäft in anderen Ländern besser organisieren zu können, haben die Verantwortlichen eine eigenständige Zwischenholding unter dem Dach der Muttergesellschaft gegründet. In der Säule Serviceplan International werden alle Niederlassungen und Beteiligungen jenseits des Heimatmarkts gebündelt. An der Spitze der Einheit steht Geschäftsführer Markus Noder. Er verantwortet die Strategie und die grundsätzliche Ausrichtung. Um Business Development kümmert sich Geschäftsleiter Christian Barth. mam
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