Schlag der Woche André Kemper teilt beim Wiener Opernball aus

Freitag, 28. Februar 2014
André Kemper langt zu (Foto: Andreas Tischler)
André Kemper langt zu (Foto: Andreas Tischler)

Wer etwas mit der Werbebranche zu tun hat, muss eigentlich nicht zweimal hingucken, um ihn zu erkennen: Der Mann, der in den Berichten über eine handgreifliche Auseinandersetzung auf dem Wiener Opernball zunächst nur als "Begleiter" von TV-Moderator Johannes B. Kerner bezeichnet wurde, ist André Kemper - Mitgründer und Aufsichtsrat der Hamburger Agentur Thjnk (früher: Kemper Trautmann). Den Berichten zufolge hat er einen Unternehmer geschlagen, der Kerner zunächst angepöbelt und dann mit einem Glas beworfen haben soll. Daraufhin verpasste Kemper dem Mann einen Schlag aufs Kinn. Eine Bildergalerie der "Abendzeitung" vermittelt einen anderen Eindruck. Hier sieht es so aus, als erfolge die Attacke nicht etwa nach einem Glaswurf, sondern nachdem der offensichtlich angetrunkene Unternehmer Kerner und Kemper den Inhalt seines Sektglases hinterher gekippt hat.

Was auch immer sich genau abgespielt hat: Die Aktion schlägt im Social Web hohe Wellen. Von Anerkennung über Entsetzen bis hin zu bitterem Spott ist alles dabei. So postete Jung von Matt/Elbe auf seiner Facebook-Seite einen Hinweis auf "André Kämpfer", löschte den Eintrag später aber wieder. Jung von Matt (Gruppe) hat inzwischen auf seiner Facebookseite ein Motiv mit der Kampf-Szene gepostet und nutzt diese als Stellenanzeige (siehe Post oben). Auch Auf Tumblr gibt es diverse mehr oder wenige lustige Fotomontagen zum Thema.

Jenseits eines möglichen juristischen Nachspiels für Kemper hat der Vorfall noch eine andere Dimension. Spannend dürfte werden, wie Opel und Scholz & Friends beziehungsweise Commarco reagieren. Immerhin steht zur Debatte, dass Kemper unter dem Dach der Holding eine Einheit gründet, die Werbung für Opel entwickeln soll. Gut vorstellbar, dass man in Rüsselsheim, aber auch beim potenziellen Partner Commarco, wenig begeistert über den Ausraster von Kemper ist. Auch für die Agentur Thjnk, mit der sich Kemper gerade in Trennungsgesprächen befindet, dürfte der Vorfall wenig angenehm sein. mam

Update: Laut einem RTL-Bericht hat sich André Kemper inzwischen bei dem von ihm geschlagenen Geschäftsmann Ulrich J. Pfaffelhuber entschuldigt. Dieser wolle nun wohl auf eine Strafanzeige verzichten, heißt es in dem Beitrag. Andere Medien wie der ORF berichten dagegen, dass bereits Anzeige erstattet worden sei und die Polizei wegen des Verdachts der Körperverletzung ermittle.
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