Saturn-Testimonial Antoine Monot Jr. im Interview: "Tech-Nick hat mir viele neue Fans beschert"

Freitag, 17. Oktober 2014
Antoine Monot Jr.
Antoine Monot Jr.
Foto: Josef Fischnaller

Alle wollen Tech-Nick: Saturn-Testimonial Antoine Monot Jr. ist dank der neuen Saisonkampagne des Elektronikhändlers wieder mal in aller Munde. Im HORIZONT-Interview spricht Monot über seine Liebe zur Technik, den neuen Rummel um seine Person und die Werbekampagnen, die ihm selbst am besten gefallen.
Wie viel Tech-Nick steckt in Antoine Monot? Ich bin ein absoluter Technik-Nerd. Völlig unabhängig von Saturn und dieser Kampagne. Das war ich auch schon vorher. Mitte der 90er Jahr habe ich bereits Skriptsprachen schreiben und lesen gelernt. Damals schwappte gerade die Internet-Welle aus Amerika an die deutschen Universitäten rüber und ich war damals Surflehrer in einem der ersten Internetcafés Europas. Dem Cybergate in Zürich. Damals wusste noch niemand, was man mit "diesem Internet" alles machen kann. Surflehrer? Das weckte damals sicherlich andere Assoziationen, wenn Sie das den Mädels erzählt haben. Ja, genau. Als ich meiner Freundin erzählt habe, dass ich früher Surflehrer war, schaute sie mich von oben bis unten an und fragte: 'Und was ist schiefgegangen?' (lacht) Aber mal im Ernst: Ich war damals der einzige in meinem Freundeskreis, der Hefte wie "Connect" verschlungen hat; ich hatte damals auch immer das neueste Handy-Modell. Der absolute Renner damals war der Communicator von Nokia, der 9000er. Wahnsinn. Sozusagen das erste Smartphone. Ich könnte darüber jetzt noch stundenlang reden, weil es eine echte Leidenschaft von mir ist, aber ich bremse mich.
Warum sind Sie dann Schauspieler geworden und nicht Programmierer oder Hardwareexperte wie in Ihrem jüngsten Kinofilm "Who Am I - Kein System ist sicher"? Weil der Drang nach Aufmerksamkeit wahrscheinlich einfach zu groß ist.

Können Sie selbst Einfluss nehmen auf die Figur des Tech-Nick? Meine Aufgabe als Schauspieler ist es, Tech-Nick zu interpretieren. Diese Rolle habe ich mir genauso erarbeitet, wie jede andere Figur, die ich auf dem Bildschirm oder der Leinwand verkörpere. Auf die Gestaltung der Kampagne selbst nehme ich keinen Einfluss. Da gibt es bei Saturn und Serviceplan genügend Profis, die das auch sehr gut ohne meine Hilfe können.

Sie verkörpern aktuell nicht nur Tech-Nick, sondern auch Paul in "Who Am I" und Rechtsanwalt Benni Hornberg in "Ein Fall für zwei". Wie vertragen sich diese unterschiedlichen Welten? Das befruchtet sich alles sehr schön gegenseitig. Ich glaube, das hat auch viel damit zu tun, dass Tech-Nick eine ganz eigene Figur ist. Ich spiele eine lustige Rolle. Tech-Nick hat mir viele neue Fans beschert, was natürlich toll ist. Ein großer Bekanntheitsgrad ist immer gut.
„Ich verfolge mit großem Interesse, was bei Opel zurzeit passiert. Ich finde das ganz herausragend, wie die den Image-Relaunch anpacken. “
Antoine Monot Jr.
Würden Sie zusätzlich noch weitere Werbejobs übernehmen? Wenn es zu mir passt und sich mit Saturn verträgt, kann ich mir das gut vorstellen. Aber das muss natürlich immer von Fall zu Fall angeschaut werden.

Welche Marke könnte denn zu Ihnen passen? Das kann ich ganz schlecht beurteilen, dazu müsste ich ja die jeweiligen Strategien kennen. Unabhängig davon kann ich Ihnen sagen welche Marken ich spannend finde. Ich verfolge mit großem Interesse, was bei Opel zurzeit passiert. Ich finde das ganz herausragend, wie die den Image-Relaunch anpacken. Eine andere Marke, die ein unglaublich großes Portfolio hat und die ich toll finde, ist Philips. Die erkämpfen sich gerade recht schlau neues Terrain. Das nehme ich beides wahr und es fasziniert mich als Konsument.
Technik Saturn
Bild: Foto: Saturn

Mehr zum Thema

Spot-Premiere Saturn und Serviceplan läuten die zweite Saison mit "Tech-Nick" ein

Haben Sie eine Lieblingswerbung? Ich finde Werbung immer dann spannend, wenn sie mich überrascht, unterhält und gleichzeitig eine gewisse Frechheit besitzt. Einen bestimmten Werbespot zu benennen fällt mir schwer, weil ich zu wenig lineares Fernsehen schaue, um das wirklich beurteilen zu können. Grundsätzlich finde ich, dass Spots heute eine große Kraft brauchen, um wahrgenommen zu werden. Durch die Globalisierung gibt es Konkurrenz und Aufmerksamkeit von überall her. Also muss Werbung etwas machen, was richtig groß ist oder so besonders, dass es die Medien aufgreifen. Wie beispielsweise den "Supergeil"-Spot für Edeka mit Friedrich Liechtenstein. Der wurde ja hauptsächlich durch die Medien gepusht.

Aus medialer Sicht gehört die jährliche Saturn Herbst-/Winterkampagnen zu den größten Werbeoffensiven des Jahres. Die Werbung - und damit auch Ihre Person - ist überall präsent. Bringt das auch negative Reaktionen mit sich? Gerade die Filmbranche ist ja dafür bekannt, dass man sich negative Dinge gerne unter die Nase reibt. Da habe ich auf den Tech-Nick und die Saturn-Kampagne bisher ausschließlich positive Resonanz bekommen. Heute ist es ja nicht mehr so, dass man fürchten muss, keine seriösen Rollen mehr zu bekommen, wenn man auch als Werbetestimonial auftritt. Das war vor 20 Jahren sicherlich noch anders. Diese Begrenzungen zwischen Werbung, Fernsehen und Kino gibt es in dieser Form nicht mehr. Und was die Reaktionen der Konsumenten betrifft: Die sind sowieso positiv. Mit Tech-Nick habe ich mir eine ganz neue Zielgruppe geschaffen, nämlich die Teenager, die plötzlich total scharf auf mich sind (lacht).

Interview: Bärbel Unckrich

Exklusv für Abonnenten

Alle Details zur Kampagne erfahren HORIZONT-Abonnenten in der aktuellen Wochenzeitung, die auch auf dem iPad oder - nach einmaliger Registrierung - als E-Paper gelesen werden kann. Nicht-Abonennten können hier ein HORIZONT-Abo abschließen.
Meist gelesen
stats