Sapient Razorfish Agenturchef Sascha Martini geht / ADC-Vorstand Thomas Junk kommt

Donnerstag, 16. Februar 2017
Sascha Martinis und sein Razorfish-Tem kümmern sich in Zukunft um die Arbeitgebermarke von McKinsey
Sascha Martinis und sein Razorfish-Tem kümmern sich in Zukunft um die Arbeitgebermarke von McKinsey
Foto: Razorfisch
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Bei der zusammengelegten Digitalagentur Sapient Razorfish stehen die Zeichen auf Veränderung. Sascha Martini, bislang CEO von Razorfish, verlässt das Unternehmen. Das bestätigt er auf Anfrage. Wohin es ihn zieht, ist nicht bekannt. Alleiniger Chef der Publicis-Tochter ist damit der bisherige Sapient-Nitro-Manager Wolf Ingomar Faecks.
Publicis hatte Ende vorigen Jahres bekanntgegeben, die beiden Agenturmarken zu verschmelzen. Was offiziell als Fusion zweier gleichberechtigter Partner erscheinen soll, dürfte in der Realität aber eher einer Übernahme von Razorfish durch Sapient Nitro gleichkommen. Bei der Vorlage der Bilanz für 2016 erwähnte Noch-Konzernchef Maurice Lévy noch einmal die schwierige Situation bei Razorfish. Die Werbeholding, die Sapient Ende 2014 für umgerechnet 3,4 Milliarden Euro gekauft hatte, hat jetzt 1,4 Milliarden Euro auf die Digitalsparte Publicis.Sapient abgeschrieben.
Thomas Junk soll das kreative Profil der Agentur schärfen
Thomas Junk soll das kreative Profil der Agentur schärfen (Bild: Amélie Losier )
Bei der deutschen Niederlassung gibt es aber nicht nur einen Abgang an der Spitze, sondern auch prominente Verstärkung. ADC-Vorstand Thomas Junk steigt bei der Agentur ein. Der 42-Jährige war im vorigen Jahr bei der von ihm mitgegründeten Digitalfirma Demodern ausgeschieden. Junk kommt als Creative Director Experience Design an Bord und berichtet an Christian Waitzinger, Executive Creative Director und Vice President Kontinentaleuropa bei Sapient Razorfish.

Zu den Aufgaben des ADC-Vorstands Junk gehört, das kreative Profil der Agentur auszubauen. Dabei soll er sich insbesondere um die Weiterentwicklung der Kompetenzen in Bereichen wie "Experience Design" und "Emerging Experiences" kümmern. Zudem soll er Kunden wie EnBW und Beiersdorf betreuen. Bevor Junk 2008 die Agentur Demodern mitgründete, war er als Freelancer tätig. Zu seinen Auftraggebern gehörten Dienstleister wie Argonauten (heute Geometry Global) und Neue Digitale. "Hier habe ich die Möglichkeit, mein Kno-how voll zur Geltung zu bringen und somit die digitale Transformation auch real voranszutreiben", sagt Junk über seine neue Aufgabe. mam
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