Sanierung Aimaq von Lobenstein meldet sich zurück

Mittwoch, 11. Januar 2017
André Aimaq (l.) und Hubertus von Lobenstein können aufatmen
André Aimaq (l.) und Hubertus von Lobenstein können aufatmen
Foto: AvL

Die vor zwei Jahren ins Straucheln geratene Agentur Aimaq von Lobenstein (AvL) meldet die Sanierung. Das im Frühjahr 2015 eingeleitete Schutzschirmverfahren stehe vor der Aufhebung, teilt die Agentur mit. Die eingeleiteten Maßnahmen hätten dazu geführt, dass die Gläubiger den Sanierungsplan Ende 2016 einstimmig angenommen haben. Auch das Gericht habe den Plan bereits bestätigt.

Ende Februar soll AvL endgültig aus dem Verfahren entlassen werden. Welche Maßnahmen die Agentur zur Sanierung umgesetzt hat, ist nicht im Detail bekannt. Auch zu den aktuellen Kennzahlen war bislang nichts in Erfahrung zu bringen. Die Agentur dankt in ihrer Pressemitteilung den Mitarbeitern und Kunden, die der Firma die Treue gehalten haben. "Sie haben den maßgeblichen Beitrag zur Zukunftssicherung von AvL geleistet", sagt Co-Chef Hubertus von Lobenstein. Man gehe aus diesem schwierigen Kapitel als saniertes und sehr gut aufgestelltes Unternehmen hervor.

Auch Sachwalter Thomas Kühn lobt das Verhalten der Gläubiger als klaren Vertrauensbeweis. Die Agentur hatte während des gesamten Schutzschirmverfahrens den Betrieb aufrechterhalten. So realisierte sie in dieser Zeit beispielsweise Arbeiten für Takko und Auxmoney. Weitere Kunden sind die Berliner Wasserbetriebe und Berentzen. AvL war in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, nachdem der langjährige Großkunde Ergo seinen Etat abgezogen hatte und zu Rapp (heute: Track) gewechselt war. mam     

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