S&F auf dem Prüfstand Opel will mit McKinsey neues Agenturmodell entwickeln

Montag, 23. Mai 2016
Opel-Vorstand Tina Müller will ein neues Agenturmodell
Opel-Vorstand Tina Müller will ein neues Agenturmodell
Foto: Opel
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Der Autobauer Opel stellt die Zusammenarbeit mit Agenturen auf den Prüfstand. Das bestätigt Marketing-Vorstand Tina Müller in einem Interview mit dem "Handelsblatt". Zusammen mit der Unternehmensberatung McKinsey soll bis Ende Juni ein individuell auf Opel ausgerichtetes Agenturmodell entwickelt werden.
In einem zweiten Schritt will das Unternehmen dann entscheiden, mit welchen Werbedienstleistern man künftig zusammenarbeitet. Ob die Stammagentur Scholz & Friends weiter dazugehören wird, ist unklar. Der Vertrag mit der WPP-Tochter läuft Ende dieses Jahres aus. Fest steht, dass es keinen klassischen Pitch geben soll. Stattdessen will Opel selbst gezielt auf Agenturen zugehen, die man für passend hält. Die Entscheidung über das neue Agentur-Setup soll bis zum Jahresende fallen. Im vergangenen Jahr gab es bereits Gespräche mit Jung von Matt, die bislang allerdings nicht zu einer intensiveren Zusammenarbeit geführt haben. Der aktuelle Etathalter Scholz & Friends betreut Opel seit 2011. Zu den weiteren Werbedienstleistern, die für den Autohersteller tätig sind, gehören MRM/McCann (CRM) und Carat (Media). Insgesamt arbeitet Müller bei der Entwicklung und Umsetzung von großen Kampagnen derzeit mit bis zu 20 Partnern und Dienstleistern zusammen. Dabei werde die Orchestrierung immer anspruchsvoller und man dürfe die übergeordnete Markenstrategie nicht aus den Augen verlieren, sagt sie jetzt im Interview.

Opel steht aktuell wegen Berichten, Diesel-Abgasvorgaben nicht einzuhalten, in der Kritik. Deutsche Umwelthilfe, "Spiegel" und das TV-Magazin Monitor werfen der GM-Tochter vor, bei der Abgasreinigung von Dieselfahrzeugen der Modelle Zafira und Astra zu tricksen. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück. Mit der Überprüfung befasst sich inzwischen das Bundesverkehrsministerium. mam
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