Rechtsstreit beendet Serviceplan und Jörg Schultheis einigen sich

Mittwoch, 20. Juli 2016
Jörg Schultheis hat sich mit Serviceplan auf einen Vergleich verständigt
Jörg Schultheis hat sich mit Serviceplan auf einen Vergleich verständigt
Foto: Serviceplan
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Serviceplan Twinkind


Der Rechtsstreit zwischen der Agentur Serviceplan und ihrem früheren Hamburger Standortchef Jörg Schultheis ist endgültig vom Tisch. Beide Seiten haben sich auf einen vom Gericht angeregten Vergleich verständigt und diesen inzwischen auch umgesetzt. Die Agentur hat ihrem früheren Manager und Gesellschafter eine bestimmte Summe gezahlt, über die allerdings Stillschweigen vereinbart wurde.
Zur Erinnerung: Serviceplan hatte sich im April 2015 Knall auf Fall vom damaligen Hamburger Standortchef Schultheis getrennt und ihm einen Wettbewerbsverstoß vorgeworfen. Angelastet wurde ihm sein finanzielles Engagement bei der auf 3D-Druck spezialisierten Firma Twinkind. Gegen seine Kündigung und Abberufung war Schultheis juristisch vorgegangen. Das mit der Sache befasste Landgericht Hamburg hatte beiden Seiten aufgefordert, einen Vergleich abzuschließen. Serviceplan bestätigt den Vergleich, will sich darüber hinaus aber nicht weiter zum Thema äußern. Offener zeigt sich dagegen Schultheis, der seine Position durch den Vergleich bestätigt sieht. "Ich bin froh, dass ich durch meine Klage und den Prozess beweisen konnte, dass mein privates Investment rein gar nichts mit den Geschäften von Serviceplan zu tun hatte", gibt er zu Protokoll. Um welchen Beweis es sich dabei handelt, bleibt jedoch unklar. Die Vorwürfe seines früheren Arbeitgebers bezeichnet Schultheis als "von Anfang an haltlos", die Entscheidung, sich fristlos von ihm zu trennen, als "völlig überzogen und unpartnerschaftlich".

Der frühere S&J-Manager hatte das Hamburger Büro von Deutschlands größter inhabergeführter Agenturgruppe 2006 zusammen mit seinem langjährigen Kreativpartner Alexander Schill aufgebaut und bis zur Trennung im April vorigen Jahres geführt. Wie es für den 48-Jährigen in Zukunft beruflich weitergeht, muss man abwarten. Er prüfe derzeit verschiedene Optionen in der Marketingbranche, sagt Schultheis. mam
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