Rapp Network TLGG gründet Consulting-Tochter

Donnerstag, 01. Februar 2018
Die Chefs von TLGG Consulting: Max Orgeldinger, Laura Alajmo und Christoph Bornschein (v.l.)
Die Chefs von TLGG Consulting: Max Orgeldinger, Laura Alajmo und Christoph Bornschein (v.l.)
© TLGG

Die Agentur Torben, Lucie und die gelbe Gefahr (TLGG) überführt ihr Consulting-Geschäft in einen eigenständigen Ableger. Dafür startet das Team um Co-Gründer Christoph Bornschein die Marke TLGG Consulting. Die Geschäfte führt Bornschein selbst, die operative Leitung übernehmen Laura Alajmo und Max Orgeldinger.
Die Einheit beschäftigt zum Start 24 Mitarbeiter und betreut nach eigenen Angaben 30 Kunden und Projekte. Dazu gehören unter anderem Marc O'Polo, Deutsche Bahn, Aurelis und Bayer. Die neue Firma wurde zum Jahreswechsel gegründet und bündelt das bisherige Angebot im Beratungsbereich. Bislang positionierte sich TLGG als Dienstleister, der die kreative Kompetenz einer Digitalagentur mit der strategischen Kompetenz einer Unternehmensberatung verbindet. Jetzt gliedert die Agentur, die seit 2015 zum Rapp-Netzwerk aus der Omnicom-Gruppe gehört, die Consulting-Sparte aus.
"Wir haben als erste verstanden, dass digitale Transformation auch neue digitale Geschäftsmodelle und Strukturen im Unternehmen mit sich bringt. Mit der Ausgründung von TLGG Consulting wird das auch operational für alle sicht- und greifbar", begründet Bornschein den Schritt. Die neue Marke ist an den Standorten Berlin und New York vertreten. Das Berliner Team wird von Laura Alajmo und Max Orgeldinger geleitet. Das Büro in New York führt Katrin Zimmermann. Sie war von Lufthansa zur Agentur gewechselt. TLGG Consulting sieht sich als Partner auf Zeit für seine Kunden. "Wir wollen individuelle Lösungen für Unternehmen schaffen, damit sie am Ende nicht mehr auf uns angewiesen sind. Beratung ist für uns Befähigung der Kunden, kein Upselling-Tool", sagt die Berliner Co-Chefin Alajmo.

Gründer Bornschein hat sich auch außerhalb der Kommunikationsbranche einen Namen als Digitalexperte gemacht. Er berät Vorstände großer Unternehmen in Digitalisierungsfragen, unter anderem Lufthansa. Dabei setzt er auch auf eine für Consultants eher unkonventionelle Inszenierung: Vollbart, Schal, Holzfällerhemd und Kapuzenjacke gehören bei ihm zur Grundausstattung. Das "Manager Magazin", für das Bornschein als Kolumnist aktiv ist, hat ihm erst vor kurzem in einer Geschichte über digitale Dampfplauderer bescheinigt, in der Disziplin "nonkonformistisches Auftreten" den Standard zu setzen.

Update: Ganz allein ist TLLG mit der Idee für eine separat gelabelte Consulting-Truppe übrigens nicht. Die Agentur RCKT aus dem Rocket-Internet-Universum hat bereits im vorigen Jahr eine entsprechende Einheit an den Start gebracht - allerdings nicht als eigene GmbH, sondern als Unit unter dem Dach der Stammagentur. mam
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